Bundespolizei überführt enttäuschte Geliebte

17. Februar 2011 | Themenbereich: Bayern, Bundespolizei | Drucken

Einen ganz und gar nicht gewöhnlichen Einsatz hat den Bundespolizisten vom Flughafen München ein anonymer Tipp über eine bevorstehende illegale Einreise beschert. Eine weibliche Anruferin hatte am vergangenen Donnerstag konkrete Hinweise auf einen geplanten Grenzübertritt mit einem gefälschten oder missbräuchlich verwendeten Dokument gegeben. Die Beamten postierten sich daraufhin direkt am Flugzeug und konnten den erwarteten türkischen Staatsangehörigen auch ausfindig machen. Damit begann aber erst die Verwirrung. Urkundenspezialisten untersuchten das Dokument genauestens und zeitgleich befragten Ermittler den 35-Jährigen, doch der Verdacht bestätigte sich nicht.

Bei der Befragung äußerte der aufgehaltene türkische Staatsangehörige die Vermutung, dass seine Ehefrau hinter dem ominösen Anruf stecken könnte. Damit nahm der Fall eine unerwartete Wendung und die Gattin geriet wegen des Verdachts einer falschen Verdächtigung und Vortäuschung einer Straftat ins Fadenkreuz der Ermittlungsbeamten. Bei einem Gespräch stritt die Türkin allerdings einen Anruf ab. Zugleich brachte sie aber die angebliche Nebenbuhlerin ins Spiel: Diese habe ein paar Tage zuvor Kontakt mit ihr aufgenommen und gebeichtet, die Geliebte ihres Gemahls gewesen zu sein und sich nun an ihm rächen zu wollen.

Als die Bundespolizisten mit der belasteten Verehrerin sprachen, gab sich diese tatsächlich als die „Tippgeberin“ zu erkennen. Ihr einstiger Verehrer habe sie mit einer Freundin betrogen, gab sie als Grund ihres Anrufs bei der Bundespolizei an. Nun wird sie sich wegen falscher Verdächtigung, Vortäuschens einer Straftat und Bedrohung rechtfertigen müssen.

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