Belastungsgrenze überschritten

17. Februar 2011 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

Der Schutz des Castortransportes aus Karlsruhe nach Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern hat viele der eingesetzten Polizeikräfte an den Rand der persönlichen Belastungsgrenze gebracht. Dies lag vor allem daran, dass sie aus dem Einsatz bei den Aufmärschen von Neonazis und Gegendemonstranten am 13. Februar in Dresden eingesetzt waren und direkt aus diesem Einsatz, ohne Pause, in den Castoreinsatz fahren mussten.

Unter diesen Umständen kann man die Leistungen der eingesetzten Kolleginnen und Kollegen gar nicht hoch genug bewerten. Sie haben trotz dieser hohen Belastungen immer umsichtig und hoch professionell dafür gesorgt, dass der Castortransport sein Ziel erreichen konnte.

„Angesichts dieser Verdichtung von notwendigen Polizeieinsätzen haben wir überhaupt kein Verständnis, wenn die Politik weitere Reduzierungen von Polizeikräften im Bund und in den Ländern durchführt und dadurch den Belastungsdruck unserer Kolleginnen und Kollegen noch einmal deutlich erhöht“, so Heinz Selzner, Vorsitzender der Direktionsgruppe Bundesbereitschaftspolizei im GdP-Bezirk Bundespolizei.

Eine besondere Anerkennung haben auch unsere Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung und unsere Tarifbeschäftigten verdient, die mit hoher Motivation für eine ausgezeichnete Logistik um diesen Polizeieinsatz gesorgt haben. Hier hat sich wieder einmal ganz deutlich gezeigt, wie wichtig eine eigene Polizeiverwaltung in der Bundespolizei ist. Ohne den Einsatz von Verwaltungsbeamten und Tarifbeschäftigten ist ein derartiger Einsatz nicht in dieser Form durchzuführen. Daher appelliert die GdP an den Bundesinnenminister und an die Verantwortlichen in der Politik, bei Verwaltungsbeamten und Tarifbeschäftigten nicht immer auf die Bremse zu treten, sondern sich zu einer besseren und gerechteren Bewertung und Bezahlung dieser wichtigen Tätigkeiten durchzuringen.

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