Blockadeaktionen im Vorfeld des CASTOR-Transports

16. Februar 2011 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Innere Sicherheit | Drucken

Nachdem im Verlauf des gestrigen Tages Greenpeace-Aktivisten durch Ankett-Aktionen in unmittelbarer Nähe der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (WAK) ihren Protest gegen den geplanten Transport von fünf sogenannten „Castoren“ in das Zwischenlager Nord in Mecklenburg-Vorpommern bekundet hatten, kam es auch im Bereich Karlsruhe-Neureut zu Gleisbesetzungen durch Castor-Gegner.

Dort hatten am späten Dienstagabend insgesamt 350 Personen trotz des Versammlungsverbotes ein Industrie-Gleis besetzt und wurden, nachdem sie der Aufforderung zum Verlassen des Gleisbereichs nicht nachgekommen waren, von Einsatzkräften der Polizei weggetragen und in Gewahrsam genommen.
Ein Polizeibeamter wurde dabei leicht verletzt.

Alle Personen sind mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Sie erwartet jetzt ebenso wie die 35 Greenpeace-Aktivisten eine Anzeige wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz.

Darüber hinaus wird fünf Mitgliedern der Greenpeace-Gruppe Nötigung, Sachbeschädigung und gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr vorgeworfen.

Gegen einen Gleisblockierer in Karlsruhe-Neureut wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet, gegen vier Personen wird wegen Nötigung und gegen drei Personen wegen Beleidigung ermittelt.

Trotz der Gleisblockade im Karlsruher Stadtteil Neureut konnte der Castor-Zug heute Morgen das Gelände der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe planmäßig gegen 03.15 Uhr verlassen.
Die weitere Fahrt durch Baden-Württemberg verlief störungsfrei.
Um 09:38 Uhr passierte der CASTOR-Zug nordöstlich von Lauda-Königshofen im Main-Tauber-Kreis die Landesgrenze nach Bayern.

Die mit der Gesamtleitung des Polizeieinsatzes in Baden-Württemberg beauftragte Landespolizeidirektion Karlsruhe hatte zur Lagebewältigung über eintausend Polizeibeamtinnen und Beamte aus ganz Baden-Württemberg eingesetzt.

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