Alte Gefahren in neuem Gewand: Sicherheitsexperte warnt vor Links- und Rechtsextremismus

16. Februar 2011 | Themenbereich: Security | Drucken

Die Gefahren vom linken und rechten Rand für die Demokratie sind weiter hoch aktuell. Sorge bereiten speziell die steigende Gewaltbereitschaft unter Autonomen sowie neue Aktions- und Propagandaformen von Links- und Rechtsextremisten.

So haben die „Autonomen Nationalisten“, die sich im Auftreten am „schwarzen Block“ der Linksautonomen orientieren, im rechten Spektrum an Einfluss gewonnen. Zudem nutzen beide Seiten längst das Internet als wichtige Propaganda-Plattform. Die Zahl deutschsprachiger links- und rechtsextremistischer Homepages wird auf mittlerweile über 2.000 geschätzt.

Seit 2005 ist die politisch motivierte Kriminalität nahezu kontinuierlich angestiegen und erreichte 2009 mit fast 34.000 Straftaten einen Rekordwert. Im Vergleich zu 2005 betrug der Zuwachs rd. 28%. Straftaten von Links- und Rechtsextremisten spielen dabei weiter die bedeutendste Rolle. „Aktuell gibt es nur wenig Grund zur Entwarnung“, betont Dr. Peter Frisch, Mitglied des KÖTTER Sicherheitsbeirates und früherer Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz.

„So muss in Zukunft mit einem weiteren Anstieg insbesondere linksextremistischer Gewalttaten gerechnet werden. Die Kriminalität von Rechts wird sich voraussichtlich ebenfalls weiter auf hohem Niveau bewegen.“ Dagegen erwartet der Sicherheitsexperte durch den kürzlich erfolgten Zusammenschluss von NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands) und DVU (Deutsche Volksunion) keinen wesentlichen Schub für das rechtsextremistische Lager.

Was aber sind zentrale Schutzmaßnahmen gegen diese extremistischen Bestrebungen? „Neben der Ausnutzung aller rechtsstaatlichen Mittel und der Aufklärungsarbeit kommt der ganzheitlichen Sicherheitsarchitektur eine entscheidende Bedeutung zu“, betont Dr. Frisch. „Angesichts der weiter wachsenden Aufgaben von Polizei und anderen Sicherheitsbehörden bei gleichzeitig enger werdenden Personal- und Finanzressourcen brauchen wir dringender denn je eine Konzentration auf ihre Kernaufgaben und -kompetenzen wie Gefahrenabwehr, Vorbeugung von Straftaten und Kriminalitätsbekämpfung.“

„Daher muss auch den privaten Dienstleistern eine wichtigere Rolle in der Sicherheitsarchitektur zukommen“, betont Dr. Frisch. So könnten für Objektschutzaufgaben öffentlicher Gebäude entsprechend qualifizierte private Unternehmen ihre Fachkräfte zur Verfügung stellen, „die dann durchaus auch durch Beamte überwacht werden“, so Dr. Frisch.

3 Kommentare
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  1. Informationen:
    http://linksextremismus.wordpress.com/

  2. Hallo Ihr Sicherheitsnadeln im Bundesgebiet

    Ist ja alles sehr schön was da ein DR. Frisch von sich zum besten gibt.

    Bezahlen will er warscheinlich nur ein Apfel und ein Ei !!!!!??????????

    Am besten nur hilfstätigkeiten beim Kunden abrechnen. ( 6,53 Euro )

    Für diesen Lohn bleiben wir schön in der Deckung.

    Viele Grüße aus dem schönen Berlin !!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  3. wie soll das denn bitte ausehen? ein unbewaffneter wachmann soll sich einer gruppe autonomer in den weg stellen?

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