Polizei zieht ins Bürgeramt ein

15. Februar 2011 | Themenbereich: Brandenburg, Polizei | Drucken

Ein gemeinsamer Service von Stadt und Polizei soll Bürgerinnen und Bürgern in Falkensee künftig unnötige Wege- und Wartezeiten ersparen. Wie Innenminister Dietmar Woidke und Bürgermeister Heiko Müller am Dienstag in Falkensee bei der Vorstellung des Konzepts erläuterten, eröffnet die Revierpolizei dazu im neuen Bürgeramt der Stadt einen eigenen Beratungstresen und bietet Sprechstunden während der Servicezeiten an. Zunächst ist vorgesehen, dass die Revierpolizei insgesamt 16 Stunden in der Woche präsent ist. Die Bürger können in dieser Zeit im Bürgeramt beispielsweise Anzeigen erstatten oder Versammlungen anmelden, sich auch über Präventionsangebote der Polizei informieren.

Woidke betonte: „Mit dem neuen Angebot geht die Polizei noch stärker auf die Bürger zu. Gleichzeitig wird das Bürgeramt zum zentralen Anlaufpunkt für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger. Dieses Beispiel sollte Schule machen.“ Woidke unterstrich zugleich, dass das neue Angebot keinesfalls die Polizeiwache ersetzt. „Jeder kann auch weiter dort die Polizei erreichen, wo er sie bislang schon erreicht hat. Der Polizeitresen im Bürgeramt ist ein zusätzlicher Service.“

Müller sagte: „Bereits seit mehr als einem Jahr planen wir eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Falkensee und der Polizei. Im Mittelpunkt dieser Neuausrichtung steht unser modernes Bürgeramt, das derzeit im ehemaligen Postgebäude direkt am Bahnhof Falkensee entsteht. Hier schaffen wir die räumlichen Voraussetzungen für einen gemeinsamen Bürgerservicebereich. Wir freuen uns sehr darüber, dass durch die Kooperation mit der Polizei ein zentraler Anlaufpunkt geschaffen wird, an dem die Bürgerinnen und Bürger unterschiedlichste Anliegen erledigen können.“

Einen Vorteil versprechen sich Stadt und Polizei auch für die behördliche Zusammenarbeit. „Vor allem zwischen Ordnungsamt und Polizei gibt es eine Reihe von Überschneidungen bei der Arbeit. Kürzere Informationswege erleichtern die Abstimmung und können Abhilfe beschleunigen. Auch davon profitieren am Ende die Bürger“, sagte Müller.

Bei der Zusammenarbeit ist sichergestellt, dass es zu keiner Vermischung der Daten von Stadt und Polizei kommt. Die Revierpolizei nutzt nicht das Datennetz der Stadt, sondern wird mit polizeieigenem Notebook und Mobiltelefon ausgerüstet. Auch vertrauliche Gespräche mit dem Revierpolizisten sind im Bürgeramt möglich. Dafür steht ein separater Beratungsraum zur Verfügung. So bleiben Persönlichkeits- und Datenschutz auch im persönlichen Kontakt mit der Polizei gewahrt.

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