Vorurteilsfrei über den Islam diskutieren

14. Februar 2011 | Themenbereich: Innere Sicherheit | Drucken

Bundesjustizministerin Leuttheusser-Schnarrenberger plädiert für eine vorurteilsfreie Diskussion über den Islam. „Vieles in der gegenwärtigen Islamdebatte sind unzutreffende Klischees, die mehr über die Diskutanten als über den Gegenstand ihrer Debatte aussagen“, schreibt sie in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Statt Angstdebatten zu führen, sei eine vorurteilsfreie Diskussion über die Religionen und ihre Rechte nötig.

Es ist Aufgabe der Politik, das Grundgesetz und die garantierte Freiheit der vielen verschiedenen Religionen und Weltanschauungen in unserem Land so zu garantieren, dass jede unter ihnen die gleiche Chance erhält, in der Gesellschaft Gehör für ihre Anliegen zu finden, schreibt die Bundesjustizministerin weiter.

„Wie Justitia müssen wir blind dafür sein, ob religiöse Bekenntnisse mit einem Gebetsteppich, einer Ordenstracht oder einem roten Segenszeichen auf der Stirn zu Tage treten oder ob im Gegenteil Bekenntnisfreiheit gelebt wird.“ Leutheusser-Schnarrenberger warnt in dem Namensartikel vor einem Kulturkampf und fordert, dem Islam die gleiche Chance zu geben wie dem Christentum. Die Basis der Gesellschaft Deutschlands sei im Jahr 2011 durch keine bestimmte Konfession und keine ausgewählte Gruppe von Konfessionen gebildet. Die Basis bilde das Grundgesetz.

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