Videoüberwachungsanlage am Hauptbahnhof Wiesbaden eingeweiht

11. Februar 2011 | Themenbereich: Hessen, Innere Sicherheit | Drucken

Am Wiesbadener Hauptbahnhof wurde eine neue Videoüberwachungsanlage installiert. Diese konnte heute durch den Staatssekretär im Ministerium des Innern und für Sport, Werner Koch, und Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden, Dr. Helmut Müller, feierlich eingeweiht werden. „Mit der Videoüberwachung sorgen wir dafür, dass sich die Bürgerinnen und Bürger an einem zentralen Bereich ihrer Stadt rund um die Uhr sicher und angstfrei bewegen können“, äußerten sich der Staatssekretär und der Oberbürgermeister einig.

In seiner Rede betont Staatssekretär Koch, dass die „Sicherheit als zentrales Bedürfnis der Menschen die Basis für eine freiheitliche demokratische Gesellschaft ist“. Auf Grund dieser Erkenntnis habe nach Auskunft des Staatssekretärs die Hessische Landesregierung bereits im Jahr 2000 die gesetzliche Grundlage für die Videoüberwachung des öffentlichen Raums geschaffen. So können gemäß § 14 des Hessischen Gesetzes für Sicherheit und Ordnung (HSOG) die Gefahrenabwehrbehörden zur Sicherung von öffentlichen Straßen und Plätzen, auf denen wiederholt Straftaten begangen wurden und dort auch Anhaltspunkte für weitere Straftaten bestehen, mittels Bildübertragung diese überwachen und Bildaufzeichnungen anfertigen.

„Nachdem die Rahmenbedingungen geklärt waren, konnte der Startschuss für das Projekt Videoüberwachungsanlage Hauptbahnhof Wiesbaden, an dem sich neben der hessischen Polizei und der Landeshauptstadt Wiesbaden maßgeblich die Deutsche Bahn und die Bundespolizei inhaltlich beteiligt haben, gegeben werden“, informiert die Ordnungsdezernentin der Landeshauptstadt, Birgit Zeimetz.

Nach Ansicht von Innenstaatssekretär Werner Koch liege der Vorteil der Videoüberwachung als Präventionsmittel gegen Straftaten klar auf der Hand. „Mit diesem Instrumentarium stärken wir ganz wesentlich das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung, reduzieren Angsträume und das Straftatenaufkommen. Und wir schrecken potentielle Straftäter ab“, bekräftigt Koch. Für Oberbürgermeister Dr. Müller zählt zu den Kernaufgaben einer Kommune, „dass im Zuge der Daseinsvorsorge für die in Wiesbaden lebenden Menschen es unbedingt erforderlich ist, wenn die Stadt ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern schon verloren geglaubten öffentlichen Raum wieder als sicheren Bewegungsraum zurückgibt“. Innenstaatssekretär Koch und Oberbürgermeister Dr. Müller sind sich darin einig, dass sich die objektiv feststellbare Sicherheitslage in Wiesbaden noch weiter verbessern werde und vor allem auch das subjektiv empfundene Sicherheitsgefühl durch die Videoüberwachungsanlage steige.

Für die Polizei als Strafverfolgungsbehörde biete sich mit der Videoüberwachung ein weiterer positiver Aspekt, sie werde in die Lage versetzt, begangene Straftaten schneller aufklären oder sogar Täter direkt vor Ort festnehmen zu können, da die Identifikation leichter sei.

Am Wiesbadener Hauptbahnhof werde dies durch die umfangreiche Technik der Anlage mit insgesamt 9 Videokameras gewährleistet. 3 von den Kameras seien fix auf die Treppenabgänge der Fußgängerunterführung gerichtet und weitere 6, so genannte 3 Dome-Kameras, könnten mit einer 360° Rundumsicht den gesamten Bereich vom Eingang des Liliencarrés bis hin zum Busbahnhof der ORN überwachen. Die Bildsignale vom Hauptbahnhof liefen dabei zeitgleich in den Leitstellen des Polizeipräsidiums Westhessen und des Ordnungsamtes auf. Die beobachtenden Mitarbeiter können dann bei einer Straftatanbahnung Landes- oder Stadtpolizeistreifen vor Ort verständigen.

Ein weiteres Instrument für die Verbesserung der Sicherheitslage am Hauptbahnhof soll nach Auskunft von Ordnungsdezernentin Zeimetz eine Kooperationsvereinbarung zwischen Landes-, Stadt-, und Bundespolizei sowie der Deutschen Bahn sein wie dies bereits in anderen Städten wie z. B. Fulda seit Jahren erfolgreiche Praxis ist. „Gemeinsame Streifen von Stadt-, Landes- und Bundespolizei im unmittelbar angrenzenden Bereich des videoüberwachten Feldes sollen einem zu erwartenden Verdrängungseffekt entgegen wirken“, informierte Birgit Zeimetz über das weitere Vorgehen.

Abschließend zeigen sich Innenstaatssekretär Koch und Oberbürgermeister Dr. Müller davon überzeugt, dass die neue Videoüberwachungsanlage am Hauptbahnhof Wiesbaden auch zu einer ähnlich hohen Akzeptanz in der Bevölkerung führt wie dies mehrere Umfragen aus der Vergangenheit deutlich belegen. „Nach einer Umfrage von Infratest aus dem Jahr 2006 sprechen sich 74% der Befragten für eine Ausweitung der Videoüberwachung auf Bahnhöfen und öffentlichen Plätzen aus“, weiß Staatssekretär Koch zu berichten. Oberbürgermeister Dr. Müller ergänzt: „Durch den starken Pendler- und Fernreiseverkehr in unserem Hauptbahnhof, die ankommenden Fußballfans an jedem zweiten Wochenende und auch die zahlreichen Schlachthofbesucher treffen hier sehr viele Menschen aufeinander. Wir als Stadt wollen uns weltoffen präsentieren und dafür müssen wir auch die Sicherheit unserer Gäste gewährleisten.“

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