Mediation an Gerichten weiter auf Erfolgskurs

11. Februar 2011 | Themenbereich: Justiz, Schleswig-Holstein | Drucken

Schleswig-Holsteins Gerichte haben im Jahr 2010 in 1.108 Verfahren eine Mediation durchgeführt und diese in 871 Verfahren (78 %) mit Erfolg abgeschlossen. Gegenüber 2009 ist dies ein Anstieg um mehr als 25 Prozent. Dazu erklärte Justizminister Emil Schmalfuß: „“Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, dass die gerichtsinterne Mediation inzwischen zu einer qualifizierten Dienstleistung einer modernen und bürgernahen Justiz in Schleswig-Holstein geworden ist. Sie führt auch in umfangreichen und komplizierten Verfahren zu raschen und nachhaltigen Lösungen. Gleichzeitig kann sie den Parteien erhebliche Kosten für Zeugen und Sachverständigengutachten oder für den Gang durch die Instanzen ersparen.““

In Schleswig-Holstein wird die gerichtliche Mediation am Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht, an den vier Landgerichten, an vielen Amtsgerichten und flächendeckend in der Arbeits-, der Verwaltungs- und der Sozialgerichtsbarkeit angeboten. Im Laufe des Jahres wollen weitere Gerichte folgen, bereits im März beginnt das Amtsgericht Rendsburg mit der Durchführung von Mediationen. „“Mich freut, dass das Engagement der Richterinnen und Richter, die für unsere Justiz als Mediatoren tätig sind, einen solch großen Erfolg zeigt““, sagte Schmalfuß. „“Auch die außergerichtliche Mediation kann von dieser neuen Streitkultur profitieren, in der die Betroffenen mit Unterstützung von ausgebildeten Mediatorinnen und Mediatoren eine einvernehmliche und selbstbestimmte Konfliktlösung erarbeiten. Nicht jeder Streit muss gleich vor Gericht gehen. Wenn das Gericht aber zur Entscheidung angerufen wird, ist die Mediation auch für die Justiz zu einem wichtigen Instrument der Streitbeilegung geworden. Ich unterstütze die Gerichte deshalb weiter bei der Einführung der Mediation und werde alles daran setzen, dass sich die Rahmenbedingungen für die gerichtsinterne Mediation durch das von der Bundesregierung angekündigte Mediationsgesetz nicht verschlechtern.““

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