Jahresbericht:Känguru, Wasserbüffel, Surfbrett, Sofa und Matratzen auf den Straßen

11. Februar 2011 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Verkehr | Drucken

Im vergangenen Jahr hat der Verkehrswarndienst 29.530 Warnmeldungen herausgegeben, 11,6 Prozent mehr als im Vorjahr mit 26.089. Wie das Innenministerium am Freitag, 11. Februar 2011, in Stuttgart weiter mitteilte, hätten davon 21.468 Meldungen (72,7 Prozent) Autobahnen betroffen und 5.426 (18,3 Prozent) Bundesstraßen. 6.623 Meldungen seien wie in den vergangenen Jahren wegen der A 5 notwendig geworden, gefolgt von der A 8 mit 5.708. An dritter Stelle sei die A 81 mit 3.706 Meldungen gestanden, an vierter Stelle die A 6 mit 3.579.

Die Zahl der Meldungen wegen Gegenständen auf der Fahrbahn sei von 5.275 um acht Prozent auf 5.735 gestiegen. Durch mangelhafte Sicherung seien unter anderem ein Surfbrett, ein Sofa, Matratzen und Fahrräder verlorengegangen. 1.295 Meldungen hätten freilaufende Tiere betroffen (Vorjahr: 1.160, +10,4 Prozent). Neben einheimischen Tieren sei auch ein freilaufendes Känguru auf der B 10 in Stuttgart und ein Wasserbüffel auf der B 14 bei Tuttlingen gemeldet worden. Im Landkreis Lörrach habe im Februar 2010 wegen tausender tieffliegender Bergfinken eine Land- und Kreisstraße für eine Nacht gesperrt werden müssen. Zu Verkehrsunfällen sei es nicht gekommen, aber zahlreiche Tiere seien überfahren worden.

Die Zahl der Gefahrenmeldungen sei im Vergleich zum Jahr 2009 von 12.477 auf 14.228 um 12,3 Prozent gestiegen. Die Meldungen wegen Falschfahrern hätten sich von 370 auf 339 verringert, die der ungesicherten Unfallstellen sei von 2.447 um 13,6 Prozent auf 2.833 angestiegen.

Die meisten Verkehrsbehinderungen habe es auf der A 8 zwischen Stuttgart und Karlsruhe und die A 5 zwischen Karlsruhe und Basel gegeben. Der längste Stau sei mit 35 Kilometern auf der A 8 zwischen Wendlingen und Merklingen registriert worden. Eine Verkehrsstörung besonderer Art habe sich im Februar 2010 ereignet. Ein mit einer Straßenbahn beladener, 120 Tonnen schwerer Tieflader sei kurz vor der deutsch-schweize-rischen Grenze bei Rheinfelden von der Fahrbahn abgekommen, habe sich im unbefestigten Bankett festgefahren und sei beinahe umgekippt. Zur Bergung sei die Autobahn für drei Stunden voll gesperrt worden und der Verkehr habe sich auf einer Länge von etwa sechs Kilometern gestaut.

Zusatzinformationen:

Der Verkehrswarndienst des Landes Baden-Württemberg existiert bereits seit 1962. Als „Landesmeldestelle für den Verkehrswarndienst“ ist sie ein Teil des Lagezentrums der Landesregierung im Innenministerium und rund um die Uhr besetzt. Verkehrswarnmeldungen werden an die Nationale Meldestelle in Neuss und die Rundfunksender in Baden-Württemberg übermittelt, den Bürgerinnen und Bürgern aber auch im Internet und über das Navigationsgerät direkt zur Verfügung gestellt.

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