Vision 2010

9. Februar 2011 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft NRW hat den Bericht des Kölner Polizeipräsidenten Klaus Steffenhagen (Vision 2010 – Köln sicherste Stadtregion) als wichtigen Beitrag für die künftige Personalentwicklung der nordrhein-westfälischen Polizei begrüßt. Erstmals, so DPolG Landesvorsitzender Erich Rettinghaus, ist in einem Langzeitprojekt nachgewiesen worden, dass ausreichendes Personal im Ergebnis auch für mehr Sicherheit sorgt.
In Duisburg erklärte DPolG Landesvorsitzender Erich Rettinghaus: „Wenn wir als Deutsche Polizeigewerkschaft mehr Personal fordern, ist dies kein Selbstzweck. Kriminalitätsbelastung und Verkehrsunfallentwicklung hängen unmittelbar mit dem Einsatz ausreichenden Personals in der Polizei zusammen. Die Landeshauptstadt München ist mit der Stadtregion Köln/Leverkusen durchaus vergleichbar. Die Polizeibehörde Köln hat ihre Organisation einer strengen Prüfung unterworfen, trotzdem liegen z. B. die Fallzahlen bei Wohnungseinbruch vier Mal so hoch wie im Stadtgebiet München. Die Aufklärungsquote des Polizeipräsidiums München liegt in diesem Bereich mit 17,6 % mehr als doppelt so hoch wie in Köln (ca. 8 %). Das liegt nicht etwa daran, dass die Kölner Kriminalisten schlechter arbeiten sondern an der Belastung der Sachbearbeiter. Wenn in Köln ein Sachbearbeiter etwa 90 Fälle im Monat bearbeiten muss, sein Münchener Kollege aber nur 20 Fälle, muss man sich nicht wundern, dass die Ergebnisse unterschiedlich sind. Auch im Bereich der Verkehrsunfallentwicklung liegt München vorn. Die Unfallbelastung in der bayerischen Landeshauptstadt (Verunglücktenhäufigkeitszahl) hat sich ebenfalls verbessert. Mit einem Durchschnittswert von 469 im Jahre 2009 hat sich München auf Platz eins vorgearbeitet. Die Stadtregion Köln hat sich im gleichen Zeitraum um 10 % verbessert (VHZ 490) und liegt auf Platz drei hinter München und Berlin. Wir sind dem Kölner Polizeipräsidenten sehr dankbar dafür, dass er mit seiner Studie nachgewiesen hat, dass Personalforderungen kein Steckenpferd von Polizeigewerkschaften sind sondern zur Verbesserung der Inneren Sicherheit mehr Personal tatsächlich erforderlich ist. Deshalb begrüßen wir, dass die Landesregierung die Zahl der Neueinstellungen weiter erhöht.“

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