Projektgruppe „Sicherheit von Großveranstaltungen“

9. Februar 2011 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Nordrhein Westfalen | Drucken

Innenminister Ralf Jäger hat heute (09.02) die Projektgruppe „Sicherheit von Großveranstaltungen“ vorgestellt. Die Projektgruppe soll überprüfen, ob die für die Genehmigung von Großveranstaltungen erlassenen Vorschriften ausreichend Sicherheit gewährleisten. „Die Menschen sollen bei Rosenmontagszügen, Schützenfesten und anderen Großveranstaltungen sicher und unbeschwert feiern können“, sagte Innenminister Ralf Jäger.

Die Projektgruppe wird die bisherigen Verfahren zur Genehmigung von Großveranstaltungen analysieren und auswerten. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Zusammenarbeit der daran beteiligten Stellen. Eine Grundlage der Arbeit sind Erfahrungsberichte von Städten und Gemeinden, die bereits große Veranstaltungen im Freien, wie zum Beispiel den Weltjugendtag 2005 durchgeführt haben. „Wir wollen alle Erfahrungen und Erkenntnisse im Sinne eines optimalen Genehmigungsverfahrens nutzen“, betonte Jäger.

Deshalb sind in der Projektgruppe Fachleute aus Feuerwehr, Polizei, Bauaufsicht, Ordnungsamt und Nahverkehrsunternehmen vertreten, die über langjährige Erfahrung mit der Planung, Genehmigung und Durchführung von Großveranstaltungen verfügen. Die Gruppe wird unter anderem durch Veranstalter, Planungsbüros und Brandschutzsachverständige und die Bergische Universität Wuppertal verstärkt.

Am Ende der Projektarbeit könnte ein Katalog verbindlichen Sicherheitsstandards für die Genehmigung und Überwachung von Großveranstaltungen stehen. „Die Menschen in NRW, die Großveranstaltungen besuchen, müssen darauf vertrauen können, dass ihre Sicherheit auch in Zukunft Vorrang vor kommerziellen Interessen behält. Großveranstaltungen sicherer zu machen, bedeutet nicht sie zu verhindern, sondern alles zu tun, damit Menschen unbeschwert und fröhlich feiern können“, erklärte der Minister.

Bereits im August 2010 hatte das Innenministerium als Reaktion auf die Tragödie bei der Loveparade in Duisburg Regelungen getroffen, die sicherstellen sollen, dass sich ein solches Unglück in NRW nicht wiederholt. So ist das Genehmigungsverfahren von Großveranstaltungen unter freiem Himmel bis auf weiteres mit dem Kreis oder der Bezirksregierung abzustimmen. Für die Genehmigung ist in jedem Fall ein Sicherheitskonzept des Veranstalters notwendig.

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