BundeswehrVerband prüft Eckpunkte zur Verkleinerung des BMVg

8. Februar 2011 | Themenbereich: BundeswehrVerband, Interessenvertretungen | Drucken

Als „Schritt in die richtige Richtung“ bezeichnet der Deutsche BundeswehrVerband die am Montag vorgestellten Pläne zur Verkleinerung und Neugliederung des Verteidigungsministeriums. „Ich bin vorsichtig optimistisch“, sagt Bundesvorsitzender Oberst Ulrich Kirsch. Als besonders positiv bewertet er die frühzeitige Information der Betroffenen durch Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. „Erfreulich ist auch, dass der Minister offenbar tatsächlich damit anfängt, die Treppe von oben zu kehren und mit den Veränderungen an der Spitze des Apparates beginnt“, sagt der Verbandschef.

Nach Auffassung von Kirsch bietet das Konzept unter anderem die Chance, Abläufe zu verbessern. Vor allem die Beschaffung von neuen Waffen und Gerät könnte deutlich schneller vonstatten gehen. Kirsch kündigt an, der BundeswehrVerband werde die nächsten Reform-Schritte kritisch beobachten und dafür sorgen, dass sämtliche Entscheidungen für Soldaten und Zivilbeschäftigte sozial verträglich umgesetzt werden. Entscheidend sei jetzt auch, so Oberst Kirsch, zügig neue Wege für die Nachwuchsgewinnung aufzuzeigen: „Spätestens im Sommer braucht die Bundeswehr genügend Freiwillige.“

Zugleich warnt Kirsch vor verfrühter Euphorie. „Ob die Bundeswehr-Reform als Ganzes funktioniert, hängt nicht nur davon ab, ob die Umstrukturierung des Ministeriums gelingt. 1.800 sind nicht 180.000 – für das Ministerium wie für die Truppe gilt: Jeder gute Plan muss finanziert sein!“

Zudem kritisierte der Verbandschef, dass noch kein Wort zur Prozessoptimierung gefallen sei.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.