Schnelle Hilfe aus der Luft

28. Januar 2011 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

Genau 16 904 mal starteten die Besatzungen der Zivilschutz-Hubschrauber des Bundesministeriums des Innern im vergangenen Jahr zu Rettungseinsätzen. Dabei versorgten die Notärzte und Rettungsassistenten 10 851 Patienten. In 3 817 Fällen flogen sie Kranke und Verletzte zur Weiterbehandlung in entsprechende Fachkliniken.

Seit 1971 ist der Flugdienst der Bundespolizei maßgeblich an der öffentlich-rechtlichen Luftrettung in Deutschland beteiligt. Eine Reaktion auf die seit den 60-er Jahren dramatisch gestiegene Anzahl tödlicher Unfälle auf Deutschen Straßen. Das Bundesministerium des Innern beschaffte Zivilschutz-Hubschrauber und stellte sie den Ländern zur Verfügung.

Geflogen werden die „Orangefarbenen Engel“ von Piloten und Pilotinnen der Bundespolizei. Die Wartung der Hubschrauber obliegt den Luftfahrttechnikern des Bundespolizei-Flugdienstes in allen Standorten, die über ganz Deutschland verteilt sind. Nach der Wiedervereinigung weitete die Bundespolizei das Luftrettungssystem auch auf die neuen Bundesländer aus. Damit stellte die Bundespolizei deutschlandweit in insgesamt 22 Luftrettungszentren den Flugbetrieb sicher. Im Laufe der Jahre wurden bundesweit 10 dieser Zentren an andere Betreiber der Luftrettung übergeben.

Die Vorgabe, zwei Minuten nach einer Alarmierung in der Luft und ca. 10 Minuten später am Ereignisort zu sein, Außenlandungen in unbekanntem Gelände mit einer Vielzahl möglicher Hindernisse oder auch Landungen in Innenstädten und auf Autobahnen und Landstraßen, teilweise unter grenzwertigen Wetterbedingungen und mit dem psychischen Druck zur schnellstmöglichen und erfolgreichen Hilfe, – und dies ohne einen Copiloten – vermitteln den Pilotinnen und Piloten Flugerfahrungen, die kein Simulator und kein Training abbilden können. Diese Erfahrungen fließen unmittelbar in den täglichen Polizeiflugdienst ein. Synergie – ein inflationär gebrauchtes Schlagwort – hier hat es seine Berechtigung.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.