BMI zeichnet Polizeibeamte für Auslandseinsatz aus

28. Januar 2011 | Themenbereich: Aktuell | Drucken

Im Jahr 2010 leisteten 340 Deutsche Polizisten bei insgesamt elf internationalen Missionen ihren Dienst. Grund genug für den Bundesminister des Innern, Dr. Thomas de Maizière, den Beamten für ihren Mut und ihren engagierten Einsatz in einem besonderen Rahmen zu danken: Am Donnerstag Nachmittag (27.01.2011)fand bereits zum dritten Mal eine Feierstunde für die deutschen Beamtinnen und -beamten, die im vergangenen Jahr aus einer polizeilichen Auslandsmission zurückgekehrt sind, im Hangar der Bundespolizeifliegerstaffel Blumberg bei Berlin statt.
„Die große Anzahl von Einsätzen zeigt, was für ein hohes Ansehen Deutsche Polizisten im Ausland und bei den Mandatsträgern genießen. Das liegt sowohl an der Einsatzbereitschaft und am Know How der Beamten als auch an ihrer hervorragenden interkulturellen Kompetenz, die die Grundlage für den Erfolg internationaler Missionen sind. Damit ist jede bzw. jeder der im Ausland eingesetzten Polizistinnen und Polizisten ein angesehener Botschafter der Bundesrepublik Deutschland“, sagte Minister de Maizière vor den mehr als 400 Polizisten von Bund und Ländern.

Ausdrücklich dankte de Maizière auch den Angehörigen der Beamtinnen und Beamten, die ihren oft in gefährlichen und  schwierigen Missionen eingesetzten Partnern den Rücken freihielten und damit zum Erfolg des  Einsatzes beitrugen. „Für den Rückhalt und die Unterstützung, den Sie Ihren Lebenspartnern, Müttern und Vätern entgegenbringen, die Dienst für Menschen in Not und die Sicherheit Deutschlands leisten, gebührt Ihnen mein größter Respekt“, betonte de Maizière.

Erstmals zeichnete der Bundesinnenminister sechs Polizistinnen und Polizisten mit einer speziellen Afghanistan-Spange aus. Damit würdigt die Bundesrepublik Deutschland die Leistung der dort eingesetzten Beamtinnen und Beamten in besonderem Maße. De Maizière betonte in seiner Rede die positive Entwicklung der beiden Polizeimissionen in Afghanistan, an denen deutsche Polizisten beteiligt sind. So engagiert sich die Bundesrepublik durch die bilaterale Mission GPPT (German Police Projekt Team) mit 200 Polizisten – und beteiligt sich an EUPOL AFG (European Union Police Mission in Afghanistan) mit 41 Experten aus Bund und Ländern. Die Kooperation zwischen den Polizeien des Bundes und der Länder zeige beispielhaft, wie wichtig und erfolgreich das gemeinsame Vorgehen der Partner bei internationalen Stabilisierungsmissionen sei. 5000 afghanische Polizisten haben im Jahr 2010 die Ausbildung ihrer deutschen Trainer durchlaufen. Auch darin zeige sich, dass das deutsche Engagement am Hindukusch auf die Nachhaltigkeit der Unterstützung setze, so der Bundesminister des Innern.

Seit 1989 nehmen Bundespolizisten (vormals Bundesgrenzschutz) weltweit an friedenssichernden Einsätzen internationaler Mandatträger teil. Seit 1994 werden Polizisten aus Bund und Ländern durch die gemeinsame Arbeitsgruppe Internationale Polizeimissionen (AG IPM) in internationale Krisengebiete entsandt.

Auch in den anderen Einsätzen ist das Engagement deutscher Polizistinnen und Polizisten hoch geschätzt und wirkungsvoll. So leisteten die im Rahmen der UN-Friedensmission im Südsudan UNMIS eingesetzten Beamten einen weitreichenden Unterstützungsbeitrag bei der Durchführung des Referendums über die Unabhängigkeit des Südens. Im Kosovo führte der Einsatz deutscher Polizisten im Rahmen der EULEX-Mission zu sichtbaren Ergebnissen bei der Strafverfolgung.

Das Ziel jedes deutschen Engagements ist die Begründung einer nachhaltigen und langfristigen Sicherheitsarchitektur in den Missionsgebieten. Dieses Ziel lässt sich nur mit Know-How-Transfer, Beratung, Schulung und Unterstützung durch deutsche Polizisten erreichen. Das versetzt die Behörden der betroffenen Länder in die Lage, eigenverantwortlich Sicherheit, Ordnung und damit auch Stabilität in ihrem internationalen Umfeld gewährleisten zu können.

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maiziere erklärte: „In der globalisierten Welt hängt die Sicherheit und Freiheit der Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland davon ab, dass nicht Gewalt und Kriminalität aus anderen Ländern zu uns nach Deutschland exportiert werden.
Deshalb ist es wichtig, dass wir in den Krisenregionen dieser Welt dabei helfen, dem internationale Terrorismus und der organisierte Kriminalität jede Möglichkeit des Unterschlupfs entziehen. Dieses Engagement trägt zu einer stabileren globalen Sicherheitslage bei, von die Bundesrepublik Deutschland und ihre Bürgerinnen und Bürger profitieren.“

1 Kommentar
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  1. Wo bleibt der HOD??????
    Er wird in keinster Weise erwähnt, warum auch.
    Dabei ist HOD die älteste Form der Auslandsverwendung in der Bundespolizei.
    Warum wird sie bei diversen Verfahren nicht anerkannt, bsp. beim Aufstiegsverfahren, bei berücksichtigung im Beförderungsverfahren???
    Weil man dort nur gute Kohle bekommt???
    Man vergisst offensichtlich, dass es auch hier Dienstorte gibt, die bestimmten Sicherheitsstufen unterliegen und die gewoss kein Zuckerschlecken sind.
    Wie heisst es so schön, Undank ist der welten Lohn oder besser noch, keine gute Tat bleibt ungestraft.
    Meine leidliche Erfahrung, nach der Rückkehr sogar noch Herabstufung in der Beurteilung.
    Ich sage nur: Vielen Dank lieber Dienstherr für dieses Entgegenkommen.

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