49. Verkehrsgerichtstag: LKW-Fahrten sicherer machen

27. Januar 2011 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) fordert, die Verkehrssicherheit auf deutschen Straßen durch verpflichtende Fahrassistenz-Systeme bei LKWs zu verbessern. Im Vorfeld des 49. Ver-kehrsgerichtstages, der morgen in Goslar beginnt, sagte DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Viele schreckliche Auffahrunfälle könnten verhindert werden, wenn alle LKWs in Deutschland mit einem Abstandswarn- und Notbremsassistenten ausgestattet wären. Was bei PKWs schon mit gängigen Notbremsassistenten fünf bis zehn Prozent der Unfälle verhindert, muss auch bei Lastkraftwagen möglich sein.

An den Kosten darf eine solche Komplettausstattung nicht scheitern. Notfalls müssen sich alle Be-teiligten zusammentun – Bundesregierung, Speditionen und Versicherer – um die LKWs verkehrs-sicherer zu machen. Letztlich liegt dies auch im Interesse aller, da Unfallfolgekosten die Gesellschaft, die Transportunternehmen und die Versicherungen treffen.“

Die DPolG unterstützt überdies den Vorschlag des Präsidenten des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), Walter Eichendorf, die Vorschriften für LKW Fahrer hinsichtlich der Lenk- und Ruhezeiten zu vereinheitlichen und zu vereinfachen. Wendt: „Es kann nicht sein, dass ein LKW-Fahrer, der von Finnland nach Portugal unterwegs ist, vorher ein juristisches Fachstudium in Verkehrsrecht absolvieren muss. Auch bei Polizisten braucht man eine Spezialausbildung, um LKWs zu kontrollieren. Die derzeitigen Vorschriften sind viel zu verworren und umfangreich. Ideal wäre, sowohl was die Fahrassistenzsysteme als auch die Verhaltensvorschriften angeht, europaweit einheitliche Standards einzuführen.“

Bereits gestern hatte die DPolG zusammen mit der Allianz pro Schiene und dem Autoclub Europa, sich auf einer Pressekonferenz in Berlin gegen Feldversuche mit sogenannten Gigalinern in Deutschland ausgesprochen. Wendt: „Mit der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger veranstaltet man keine Tests.“

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