Professionelle Sicherheitsstrukturen hochhalten

25. Januar 2011 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

“Der Terroranschlag auf den Moskauer Flughafen hat erneut dramatisch deutlich gemacht, dass die Terrorgefahr unverändert hoch ist und alle öffentlichen Bereiche potenziale Ziele von Terroranschlägen sein können. Die deutsche Antwort darauf kann nicht sein, durch ein weiteres Hochfahren von Sicherheitsstrukturen die Lebens – und Bewegungsräume der Menschen in unserer offenen Gesellschaft zum Nachteil von Freiheit und Freizügigkeit zunehmend einzuschränken. Vielmehr ist ein gut funktionierendes Netz professioneller Sicherheitsarbeit von den Geheimdiensten über eine gut ausgebildete umd hochmotivierte Polizei des Bundes und der Länder erforderlich, um einen durchgehenden Schutz der Bevölkerung vor Terrorgefahr zu gewährleisten”, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei in Berlin.

”Die Tatsache, dass inzwischen auch im Bereich der Bundespolizei im erheblichen Umfang Personal im Verwaltungsbereich und zuletzt auch im Polizeibereich gestrichen wurde und bis zur Kenntisnahme der Probleme im Luftsicherheitsbereich bereits weitere Personalkürzungen bis zum Jahr 2014 beschlossen waren, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Bundesregierung hier auf einen gefährlichen Weg bewegt. Der Abbau von Personal darf eben nicht die Antwort auf die anhaltende Terrorbedrohung sein. Vielmehr ist es erforderlich, im Bereich der Bundespolizei den Personalansatz entsprechend der steigenden Aufgaben im In – und Ausland weiter zu erhöhen und damit auch für die Zukunft genügend professionell ausgebildetes und erfahrenes Personal vorzuhalten. Wer jetzt im Sicherheitsbereich spart, gefährdet die Sicherheit und die Freiheit sowie schlimmstenfalls auch die wirtschaftliche Entwicklung in unserem Land”, so Scheuring

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