Gegen Ausstellungsprojekt der NPD

19. Januar 2011 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Sachsen-Anhalt | Drucken

„Es ist geschmacklos, wenn sich ausgerechnet die NPD zum Sprecher der Heimatvertriebenen machen will.“ Das erklärte Innenminister Holger Hövelmann (SPD) heute in Magdeburg und forderte den Bund der Vertriebenen (BdV) auf, dafür zu sorgen, dass die NPD keine Ausstellung mit dem Namen BdV durchführt. „Es sollte im Interesse des Bundes der Vertriebenen liegen, dass sein Name nicht von Rechtsextremisten missbraucht wird“, sagte Hövelmann. „Deshalb erwarte ich, dass er sich von dem Ausstellungsvorhaben nicht nur distanziert, sondern auch dagegen vorgeht.“

Der Innenminister erinnerte daran, dass die von Nazi-Deutschland unternommenen Überfälle gegen die Tschechoslowakei, Polen und die Sowjetunion Ursache der Vertreibung von Deutschen aus ihren angestammten Siedlungsgebieten war: „Wenn die NS-Wehrmacht nicht dafür in den Krieg gezogen wäre, Polen, Russen und Ukrainer zu Arbeitssklaven für die vermeintliche Herrenrasse zu machen, hätte es auch keine Vertreibung der deutschen Bevölkerung gegeben. Wer dafür sorgen will, dass es nie wieder Vertreibungen in Europa gibt, der muss Ausländerhass und Nationalismus des Boden entziehen.“

Die NPD hatte in einer Pressemitteilung angekündigt, vom Ende der Woche an in Bernburg „eine Ausstellung des Bundes der Vertriebenen (BdV)“ zu zeigen.

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