Polizei und BKA kooperieren bei der Ausbildung palästinensischer Sicherheitsbehörden

17. Januar 2011 | Themenbereich: Innere Sicherheit | Drucken

Seit der Berliner Konferenz zur Unterstützung der palästinensischen zivilen Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit (PALSEC) im Juni 2008 unterstützt das Bundeskriminalamt den Aufbau der palästinensischen Polizei (Palestinian Civil Police, PCP) im Westjordanland. Das Bundeskriminalamt führte seither bereits mehrere kriminalpolizeiliche Lehrgänge in den palästinensischen Autonomiegebieten und in Deutschland durch.

Aktuell plant das Bundeskriminalamt die Installation eines Automatisierten Fingerabdruckidentifizierungssystems (AFIS) für die Palestinian Civil Police. Neben der Beschaffung der technischen Komponenten des Systems ist vor allem die Ausbildung von palästinensischen Polizisten zu Daktyloskopen ein wichtiger Meilenstein, um das Funktionieren des AFIS zu gewährleisten.

Zur praktischen Umsetzung der Ausbildung hat das Bundeskriminalamt zunächst vier palästinensische Polizeibeamte nach Deutschland eingeladen, die ab heute durch Beamte des Polizeipräsidiums – Bereich Landeskriminalamt Brandenburg – in einem mehrwöchigen Grundlehrgang „Daktyloskopie“ (Fingerabdruckverfahren) ausgebildet werden.

Die Organisation des Lehrgangs gewährleistet die Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg.

In den Jahren 2011 und 2012 ist die weitere Ausbildung von insgesamt 24 palästinensischen Beamten vorgesehen. Sie werden in die Grundlagen der Klassifizierung von Fingerabdrücken eingewiesen.

Das Projekt wird mit Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert und ist Teil der Initiative „Zukunft für Palästina“, mit der die Bundesregierung den Aufbau staatlicher Strukturen in den palästinensischen Gebieten politisch wie praktisch fördert.

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