Neuer Leiter der Zentralen Kriminalpolizeilichen Dienste des Bayerischen LKA

10. Januar 2011 | Themenbereich: Bayern, Landeskriminalamt, Polizei | Drucken

Seit Dezember 2010 leitet der 47-jährige Kriminaldirektor Ingbert Hoffmann die Abteilung V – Zentrale Kriminalpolizeiliche Dienste des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA). Der gebürtige Mittelfranke löst den bisherigen Abteilungsleiter, Herrn Peter Mauthofer, ab, der als Vizepräsident zum Polizeipräsidium Oberbayern Süd wechselte. Der Jurist Hoffmann begann im Februar 1992 seinen dienstlichen Werdegang beim Bayerischen Staatsministerium des Innern als Referent in der Abteilung Brand- und Katastrophenschutz. 1997 wechselte er dann zur Bayerischen Polizei und war anschließend in den Polizeipräsidien München und Oberbayern in verschiedenen Führungsfunktionen tätig.

Ins LKA führte ihn sein Weg im Dezember 2008, wo er Leiter des Ermittlungsdezernates wurde. Seine Zeit dort war geprägt von Ermittlungsverfahren gegen international agierende Tätergruppen, insbesondere in den Deliktsfeldern Organisierte Kriminalität, Geldwäsche, Falschgeld, Kunstfälschung und Waffenhandel. Daneben standen öffentlichkeitswirksame Wirtschaftsgroßverfahren, etwa gegen Verantwortliche der BayernLB oder der Hypo Real Estate im Fokus seiner Aufgaben.

Der 47-jährige Ingbert Hoffmann ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Die 13- jährige Tochter und seine beiden 11-jährigen Zwillinge nehmen einen wesentlichen Teil seiner Freizeit in Beschlag, die verbleibende Zeit widmet er sich mit Begeisterung seinem anderem Hobby, dem Sport.

Bei der Abteilung V – Zentrale Kriminalpolizeiliche Dienste handelt es sich um eine Zentralstelle und Serviceabteilung für die gesamte Bayerische Polizei. Sie umfasst ein sehr breit gefächertes Aufgabengebiet, das unter anderem die Bereiche „Innovation, Forschung, Prävention“, „Fahndung und Erkennungsdienst“ und „Lage- und Ermittlungsunterstützung“ beinhaltet. Die Abteilung hat zur Zeit mehr als 310 Mitarbeiter. Hier wird z.B. die Bayerische Kriminalstatistik erstellt, zusammen mit Bund und Ländern die strategische Ausrichtung des Programms Polizeiliche Kriminalprävention festgelegt und es werden überregionale Präventionsprojekte erarbeitet.

In der Kriminalpolizeilichen Forschungsgruppe werden Untersuchungen mit einem unmittelbaren praktischen Bezug zur polizeilichen Arbeit durchgeführt und das Strategische Innovationszentrum erarbeitet Ansätze von Bekämpfungsstrategien anhand modernster Einsatztechnologien. Personenfahndung, internationale Fahndung, Sachfahndung, Zielfahndung und Zeugenschutz sind feste Bestandteile jeder kriminalpolizeilichen Tätigkeit.

Der Stellenwert dieser Bereiche, sowie die komplexen Aufgaben des Erkennungsdienstes und der DNA-Analysedatei, zeigen z.B. Festnahmeerfolge der Zielfahnder in Thailand letzten Jahres und die Aufklärung lange zurückliegender Mordfälle, wie die Ermordung einer 26-jährigen Frau 1985 in München, die aufgrund der verfeinerten technischen Möglichkeiten bei der Analyse von Handflächenabdrücken geklärt werden konnte.

Zu diesem Dezernat gehört auch die Netzwerkfahndung, also die einzigen Polizeidienststelle in Bayern und einer der wenigen in Deutschland, die anlassunabhängig im Internet nach strafbaren Inhalten recherchiert. Zur optimalen Darstellung der auftretenden Kriminalität und als Hilfsmittel für die Entwicklung effizienter Bekämpfungsstrategien werden die in Bayern verübten Straftaten zentral beim LKA registriert, analysiert und bewertet und daraus resultierende Erkenntnisse in Lagebildern dargestellt. Hier werden auch strategische und fallbegleitende Analysen durchgeführt.

Die Tätigkeitsschwerpunkte der Analysten waren 2010 Einbruchsdelikte, Banden- und Serienkriminalität, Kfz-Diebstähle und – Verschiebung, sowie Raubüberfälle und Erpressungen. Außerdem koordinierte die zuständige Fachdienststelle des LKA letztes Jahr eine Internationale Kfz-Kontrollaktion zusammen mit Interpol und betreibt das Dokumenteninformationssystem der Bayerischen Polizei DOKIS.

„Mit einem Kriminalbeamten der zahlreiche Großverfahren leitete, steht ein erfolgreicher Ermittler an der Spitze der Zentralstellen- und Serviceabteilung der gesamten Bayerischen Polizei“, so der Präsident des Bayerischen Landeskriminalamtes Peter Dathe zur Amtseinführung von Ingbert Hoffmann.

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