Aktion „Fahrradsicherheitspaket“ gestartet

10. Januar 2011 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Verkehr | Drucken

„Kinder als lernende Verkehrsteilnehmer brauchen einen besonderen Schutz. Die Aktion ‚Fahrradsicherheitspaket‘ soll dazu beitragen, dass noch mehr Kinder beim Radfahren Helme tragen und im Straßenverkehr besser zu sehen sind.“ Dies sagten Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja Gönner, Kultusministerin Prof. Dr. Marion Schick und Innenminister Heribert Rech heute (10. Januar 2011) in Stuttgart beim Start der bundesweit einzigartigen Initiative des Landes und zahlreicher weiterer Akteure zur Verbesserung der Sicherheit von Kindern auf dem Fahrrad. Damit solle die Stellung Baden-Württembergs als Vorzeigeland in punkto Fahrradsicherheit weiter ausgebaut werden.

Das Sicherheitspaket besteht aus einem hochwertigen Fahrradhelm mit LED-Licht aus deutscher Produktion, einer prämierten Verkehrssicherheits-CD für Kinder, einem reflektierenden Klackband für die Hosenbeine und Speichen-reflektoren. Das gesamte Paket wird zu einem Sonderpreis von 24,95 Euro (regulärer Verkaufspreis: 54,95 Euro) über den Sport- und Fahrradfachhandel vertrieben.

Gerade für das FahrradLand Baden-Württemberg stelle die Sicherheit von Fahrradfahrern neben vielen Maßnahmen zur Förderung des Fahrradverkehrs ein herausragendes Ziel dar. Nach einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen betrug die Helmtragequote bei Kindern im Jahr 2009 bundesweit nur 56 Prozent und ist deshalb noch stark zu verbessern.

„In der polizeilichen Unfallstatistik wurden im abgelaufenen Jahr bei Fahrradunfällen 1.028 verunglückte Kinder registriert. Dabei wurden 173 schwer und 855 leicht verletzt. Hier ist ein Radhelm absolut überlebensnotwendig“, sagte Innenminister Rech und unterstrich die Notwendigkeit aus polizeilicher Sicht.

Umwelt- und Verkehrsministerin Gönner wies darauf hin, dass sich das Land gemeinsam mit dem Landesbündnisses ProRad für eine Verbesserung der Verkehrssicherheit und eine Stärkung des Radverkehrs einsetzt. „Der Radhelm schützt selbst bei kleinen Stürzen vor erheblichen Verletzungen. Eltern tragen dabei eine besondere Verantwortung und können ihrer Vorbildfunktion gerecht werden, wenn Sie mit gutem Beispiel voran gehen und mit Helm fahren“, plädierte die Ministerin.

„Wir wollen, dass unsere Schülerinnen und Schüler mobil sind. Sie sollen sich mit dem Rad sicher im Straßenverkehr bewegen und selbständig ihren Schulweg meistern können. Bei unseren Bemühungen Mobilität und Bewegung zu fördern, spielt der Sicherheitsaspekt eine wichtige Rolle und wir müssen immer wieder auf die dafür erforderliche Ausrüstung hinweisen. Die Aktion ‚Fahrradsicherheitspaket? leistet dazu einen wertvollen Beitrag“, sagte Kultusministerin Marion Schick.

Hinter der Initiative stehen das baden-württembergische Unternehmen KED-Helmsysteme und der Glühwürmchenverlag, die gemeinsam mit dem Land mehr für die Sicherheit von Kindern tun wollen. Diese Aktivitäten werden vom Innenministerium, dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, der Verkehrssicherheitsaktion GIB ACHT IM VERKEHR, der Landesverkehrswacht, der Unfallkasse Baden-Württemberg, der baden-württembergischen Initiative „Landesbündnis ProRad“ sowie der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen – AGFK – unterstützt.

„Am Beispiel des Skihelms lässt sich festmachen, welche Erfolge erzielt werden können, wenn die Gesellschaft von einer Idee überzeugt ist“, so die Initiatoren. Der Skihelm hat sich auf der Piste durchgesetzt und erfährt eine breite Akzeptanz. Was beim Wintersport als Schutz selbstverständlich ist, sollte auch beim Fahrradfahren zur Selbstverständlichkeit werden. Zumal die Gefahr einer Verletzung in beiden Fällen ähnlich hoch ist.

Nach dem Start in Baden-Württemberg soll die Aktion auf andere Bundesländer ausgedehnt werden. Die Unterstützer appellierten an die Eltern, von diesem attraktiven Angebot Gebrauch zu machen und ihren Kindern diesen Schutz zu gewähren.

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