Präventionsarbeit gewürdigt

7. Januar 2011 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Prävention | Drucken

Im Rahmen eines Informationsbesuches hat Innenminister Lorenz Caffier heute in Greifswald das langjährig erfolgreiche Wirken des Kommunalen Präventionsrates der Hansestadt gewürdigt. „Seit über 16 Jahren koordiniert der Greifswalder Präventionsrat mit großem Engagement und viel Ideen sehr erfolgreich die Zusammenarbeit zahlreicher staatlicher und nichtstaatlicher Einrichtungen und Organisationen der Stadt auf dem Gebiet der Kriminalitätsvorbeugung. Mit seinen Erfahrungen und Ergebnissen ist der Greifswalder Präventionsrat Vorbild für alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte“, so der Innenminister, der zugleich auch Vorsitzender des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung ist.

Um diese gesamtgesellschaftliche Vernetzung festigen und weiter ausbauen zu können, übergab Innenminister Caffier dem Kommunalen Präventionsrat der Hansestadt als erstem Kommunalen Präventionsrat des Landes einen Förderbescheid in Höhe von 4.350 EUR zur direkten Unterstützung seiner Arbeit. Möglich geworden war dies durch eine neue Förderrichtlinie, die im Sommer des vergangenen Jahres in Kraft getreten ist und nach der ab 2011 erstmals Kommunale Präventionsräte Fördermittel direkt beim Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung beantragen können.

Diese Möglichkeit, die landesweit auf breite Zustimmung stößt, nutzen in diesem Jahr 16 der 18 Landkreise und kreisfreien Städte (außer Rostock und Güstrow). Die anderen 15 Kommunale Präventionsräte (außer Greifswald) werden einen entsprechenden Bescheid in den nächsten Tagen per Post erhalten.

„Mit dieser neuen Fördermöglichkeit verbinde ich die Erwartung“, so der Minister, „dass überall im Lande die Kommunalen Präventionsräte in ihren Landkreisen und kreisfreien Städten nach dem Beispiel Greifswalds noch besser als bisher die Zusammenarbeit aller staatlichen und nichtstaatlichen Partner in der Präventionsarbeit koordinieren“.

Darüber hinaus fördert der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung in diesem Jahr erneut mehrere Einzelprojekte in der Hansestadt Greifswald. Darunter befinden sich auch jene vier Projekte, die heute aus den Händen von Innenminister Caffier die entsprechenden Förderbescheide erhalten haben. Dabei sprach er den Projektträgern seine Anerkennung für deren Engagement in der Präventionsarbeit aus.

„Für die Vorbeugung und Verhinderung von Gewalt und Kriminalität leisten sie langfristig eine unverzichtbare Arbeit. Darauf werden wir auch in Zukunft nicht verzichten können“, so der Minister. Der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung wird derartige Projekte deshalb auch weiterhin entsprechend seinen Möglichkeiten fördern.

Das Projekt „Mein Körper gehört mir“, das mit 3.048 EUR gefördert wird, ist ein theaterpädagogisches Projekt für Kinder zum Thema sexualisierte Gewalt. Einbezogen werden alle ca. 600 Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen der Hansestadt.

Der 10. Greifswalder Präventionstag, für dessen Organisation der Verein zur Förderung der Kriminalprävention 5.000 EUR erhält, ist die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte mit der am 16. September 2011 erneut die Erfahrungen und Ergebnisse der gesamtgesellschaftlichen Präventionsbemühungen in der Stadt öffentlich vorgestellt werden und in dessen Verlauf zu weiteren Aktivitäten motiviert werden soll.

Das „Mobile Studio für Menschlichkeit“ von Almond Brand leistet mit seinen szenetypischen, musikalischen Freizeitangeboten seit mehreren Jahren einen hervorragenden Beitrag zur Prävention von Aggression und Drogenmissbrauch. Es wird in diesem Jahr mit 3.545 EUR gefördert.

Auch der Verein „Öffnung der Schulen e.V.“ greift mit seinem Tanzprojekt „Auf dem Weg zur Inklusion“ ganz spezifische Interessen von Kindern und Jugendlichen auf, um auf diesem Wege Gewaltneigungen vorzubeugen. 2011 erhält der Verein dafür 3.000 EUR Fördermittel.

Insgesamt stehen dem Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung in diesem Jahr erneut 326.000 EUR zur Förderung der Präventionsarbeit zur Verfügung. Nach einem festen Einwohnerschlüssel erhalten davon die Kommunalen Präventionsräte der Landkreise und kreisfreien Städte ca. 108.000 EUR. Mit den verbleibenden ca. 218.000 EUR werden im Ergebnis eines vorgeschriebenen Antragsverfahrens landesweit über 50 Einzelprojekte gefördert.

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