Sicherheitswirtschaft meldet 1.300 neue Auszubildende

6. Januar 2011 | Themenbereich: Security | Drucken

Der Siegeszug der Ausbildungsberufe in der Sicherheitswirtschaft setzt sich fort. Nach einer aktuellen Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) haben in 2010 1.300 junge Menschen eine Ausbildung zur Fachkraft oder Servicekraft für Schutz und Sicherheit begonnen. Dies ist ein Anstieg von mehr als 2 % im Vergleich zu 2009.

Der Vorsitzende des Fachausschusses Ausbildung des BDWS, Gerhard Behrens, äußerte sich zufrieden mit dieser Entwicklung: „Die seit Jahren ansteigende Zahl der neuen Ausbildungsverträge zeigt, dass die Sicherheitswirtschaft in ihre eigene Zukunft investiert.“ Die steigenden Anforderungen der Kunden in Bezug auf Qualität und Qualifikation können auf diesem Weg befriedigt werden so Behrens weiter. Er appellierte aber auch an die Unternehmen der Sicherheitswirtschaft, in der Qualifizierungsoffensive nicht nachzulassen. „Nur mit ungebremsten Ausbildungsbemühungen kann dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden“.

Entgegen den Prognosen des BDWS hat sich der Schwerpunkt der Ausbildungsverträge allerdings weiter zur 3-jährigen Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit verschoben. Begannen 2009 noch 25 % eine Ausbildung zur Servicekraft, so waren dies 2010 nur noch 22,5 %. Als Grund hierfür nannte Behrens zum einen den noch relativ geringen Bekanntheitsgrad der 2-jährigen Ausbildung, die erst 2008 geschaffen wurde. Zum anderen führt er die Dominanz der Fachkraft-Ausbildung auf die Tatsache zurück, dass im Bereich der operativen Tätigkeiten, für die die Servicekraft konzipiert wurde, auch andere Qualifikationsabschlüsse etabliert sind. Hier nannte Behrens unter anderem die Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft.

Der Vorsitzende des Fachausschusses kündigte an, dass auch in 2011 die Zusammenarbeit der Ausbildungsakteure in Form einer Ausbildungskonferenz weiter verbessert werden wird. Unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit in der Wirtschaft (ASW) fand 2010 eine solche Konferenz statt, eine Fortsetzung ist geplant.

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