Vereinigung Cockpit unterstützt Forderung nach Profiling

4. Januar 2011 | Themenbereich: Innere Sicherheit | Drucken

Während in anderen Branchen das Profiling, was nichts anderes ist als die Einteilung von Personen in unterschiedliche Risikogruppen, längst akzeptiert ist, werden im Bereich der Flugsicherheit regelmäßig ideologische Debatten losgetreten, wenn das Wort „Profiling“ fällt. Auch in anderen Lebensbereichen ist die Einteilung in unterschiedliche Risikogruppen als völlig normal akzeptiert.

Versichert man beispielsweise ein Fahrzeug, so wird allgemein geduldet, dass hier Gruppen gebildet werden, die anfangs ein Mehrfaches der späteren Versicherungsgebühren bezahlen, einzig aus dem Grund, weil sie noch kein Fahrzeug gefahren haben. Die individuellen Fähigkeiten spielen keine Rolle. Dies ist letztlich auch eine Form von „Diskriminierung“, nach Logik der Kritiker des Profilings, weil auch hier, einzig aufgrund der Erfahrung der Masse, Gruppen gebildet werden.

Aus Sicht der VC stellt das Profiling dann keine Diskriminierung dar, wenn der Grund für die Einteilung auf Erfahrungen und nachvollziehbaren Erkenntnissen beruht. Diskriminierung ist nur dann vorhanden, wenn man einzig und allein aufgrund einer persönlichen Eigenschaft Zuweisungen vornehmen würde, die in keinem Zusammenhang mit nachvollziehbaren Fakten stehen.

„Wenn die Polizei nach einem Banküberfall bei einer Polizeikontrolle achtzigjährige Damen genauso intensiv kontrollieren würde wie junge Männer, würde man das als Schikane auffassen. Bei Passagierkontrollen wird aber genau diese notwendige Differenzierung, um eine bessere Sicherheit gewährleisten zu können, als Diskriminierung verstanden. Das ist nicht verständlich“, sagt Jörg Handwerg, Pressesprecher der Vereinigung Cockpit e.V. „Der Staat muss sich entscheiden, was er will: Entweder ein akzeptables Sicherheitsniveau durch sinnvolle und effektive Kontrollen oder weiterhin mäßige Kontrollen mit allen Nachteilen, die eher der Beruhigung der Passagiere, unter Wahrung ideologischer Maximen, als einer objektiven Sicherheit dienen.“

Die jetzigen Kontrollkräfte sind größtenteils nicht ausgebildet, eine qualifizierte Beurteilung der zu kontrollierenden Personen durchzuführen. Jeder Passagier wird gleich oberflächlich durchsucht, ohne Rücksicht auf psychologische Faktoren. Der Zeitaufwand ist immens und die Effektivität gering, was sich bei Überprüfungen der Kontrollen immer wieder zeigt. Die Alternative, alle Personen so intensiv zu kontrollieren wie eigentlich bei Risikopersonen notwendig, ist zeitlich und räumlich nicht darstellbar. Deshalb ist die Vereinigung Cockpit überzeugt, dass auf kurz oder lang keine Alternative zum Profiling besteht, will man objektive Sicherheit durch die Kontrollen erzielen.

1 Kommentar
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  1. Was ein Schwachsinn!

    „Weil meist nur EXE und COM-Dateien von einem Virus infiziert werden, werden auch nur diese Dateitypen durchsucht.“

    Sehr sinnvoll….

    In den USA wird selbst die indische Botschafterin begrabscht und es werden 7-jährige Pfadfinder befummelt und in Deutschland überlegt man sich, nur noch „den ‚gemein-gefährlichen‘ Bürger“ zu überprüfen und Politiker nicht zu „belästigen“.

    Das erinnert mich ein wenig an die DDR:
    Da hat man die Stasi und willkommene Diplomaten auch ohne Prüfung durch die Schleusen oder Tunneltüren geschafft; und dabei waren es gerade die, welche die alles geschmuggelt haben, was bestellt wurde: Kaffe, Zigaretten, Alkohol, Fliesen, Teppiche, aber auch Drogen und Waffen.

    Vielleicht sollte man wieder zurück zu Stichproben und sich endlich begreifbar machen, dass es keine „totale Kontrrrrrolle“ gibt –
    Weder bei einem Virenschutzprogramm, noch bei einer Personenkontrolle.

    Quellen:
    http://www.infowars.com/tsa-subjects-indian-ambassador-to-us-to-glass-cage-enhanced-groping/
    https://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/12/29/AR2010122901584.html

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