Klare Bekenntnisse für friedliches Zusammenleben

4. Januar 2011 | Themenbereich: Hessen, Innere Sicherheit | Drucken

Innenminister Boris Rhein hat den Anschlag auf eine koptische Kirche in Alexandria als feige und menschenverachtend verurteilt. „Die Menschen dort bei der Ausübung ihrer Religion mit diesem brutalen Anschlag zu treffen, ist ein weiteres Zeichen dafür, dass es für den islamistischen Terror keine Grenzen gibt“, so der Minister.

Rhein forderte ein stärkeres Engagement für die Sicherheit von Christen in aller Welt. Deswegen sei es jetzt hilfreich, dass muslimische Autoritäten auch in Deutschland und Hessen eindeutig Stellung gegen jede Form von Gewalt im Namen ihrer Religion gegen Christen bezögen. Eine Verurteilung solcher Anschläge sei zu wenig.

Der Innenminister sagte weiter, dass er von den muslimischen Organisationen in Deutschland erwarte, dass Christen mit konkretem und dauerhaftem Engagement und nicht nur mit Worten vor Diskriminierung und religiöser Intoleranz geschützt würden: „Es müssen jetzt eindeutige und klare Bekenntnisse für das friedliche Zusammenleben erfolgen“.

In Deutschland leben ca. 7000 koptische Christen, die am 6. und 7. Januar ihr Weihnachtsfest begehen. Von den verschiedenen Gemeinden bspw. in München, Bitburg oder Hannover ist die St.-Markus-Gemeinde in Frankfurt am Main mit ca. 1000 Mitgliedern eine der größten.

Rhein sicherte den Kopten zu, dass die hessischen Sicherheitsbehörden alles in ihrer Macht stehende veranlassen würden, dass die Gemeinden ein friedliches Weihnachtsfest feiern könnten. „Die hessische Polizei wird alles in ihrer Macht stehende veranlassen, dass dieser für uns Christen so bedeutende Feiertag friedlich und angstfrei begangen werden kann. Es gibt sehr intensive Kontakte zwischen den Polizeidienststellen und den koptischen Gemeindemitgliedern. Uniformierte und zivile Polizeikräfte werden das Gebiet der Kirchengemeinde gerade auch zu Zeiten der Veranstaltungen sehr intensiv bestreifen und beobachten. Es werden durch das Polizeipräsidium Frankfurt am Main und das Hessische Landeskriminalamt lageangepasst Einsatzmaßnahmen angeordnet. So wird bspw. vor dem Objekt eine Sicherheitszone eingerichtet, damit kein verdächtiger Pkw in der Nähe der Kirche abgestellt werden kann“, sagte Innenminister Rhein abschließend.

Innenminister Boris Rhein wird am Donnerstag, 6. Januar, 11 Uhr, zusammen mit dem Frankfurter Polizeivizepräsidenten Gerhard Bereswill und dem kommissarischen Vizepräsidenten des HLKA, Berndt Baumgart, die koptische St.-Markus-Gemeinde aufsuchen und mit den Verantwortlichen dort die Sicherheitslage erörtern.

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