Datenschutz unabhängig organisieren

4. Januar 2011 | Themenbereich: Die Linkspartei, Parteien | Drucken

„DIE LINKE unterstützt die Forderung des Bundesdatenschutzbeauftragten, dass der Datenschutz in Deutschland im privaten und öffentlichen Bereich endlich unabhängig werden muss“, erklärt Jan Korte, Datenschutzbeauftragter der Fraktion DIE LINKE. „Es wird Zeit, dass das Urteil des EUGH vom März vergangenen Jahres umgesetzt wird und sowohl in den Ländern als auch im Bund die Datenschutzbehörden aus der Dienstaufsicht der Innenministerien entlassen und in unabhängige oberste Landes- oder Bundesbehörden umgewandelt werden. Hier muss die Politik zügig tätig werden.Jan Korte fährt fort:
„Der Datenschutz muss endlich unabhängig von Einflüssen der Politik sein und darf nicht länger in der Abhängigkeit der Innenministerien stehen. Die Datenschutzbehörden sind schließlich ein wesentliches und unverzichtbares Element zum Schutz der Bürger bei der Verarbeitung personenbezogener Daten. Das EUGH-Urteil hat klargestellt, dass die Datenschützer mit einer Unabhängigkeit ausgestattet sein müssen, die es ihnen ermöglicht, ihre Aufgaben ohne äußere Einflussnahme wahrzunehmen. Diese Unabhängigkeit schließt nicht nur jegliche Einflussnahme seitens der kontrollierten Stellen aus, sondern auch jede Anordnung und jede sonstige äußere Einflussnahme.

Wie das gehen kann, zeigt Brandenburg: Sofort nach der Bildung der rot-roten Landesregierung wurde dort der öffentliche und der private Sektor des Datenschutzes in einer obersten Landesbehörde zusammengelegt.“

1 Kommentar
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  1. Nach einer EU-Richtlinie muss das eigentlich schon längst so sein, dass die Datenschutzbeauftragten unabhängig arbeiten –
    dennoch sind sie meist nur verlängerte Arme des Innenministerien, die grade die Vorratsdatenspeicherun fordern.
    Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

    Das grade mal wieder „Die Linke“n das Thema aufgreifen müssen, anderen Intentionen und Staatsnähe man leider oft zweifeln muss, ist recht eigenartig.
    Ich hätte dieses Thema eher von den „etablierten“ Paretien erwartet.

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