Ausbau der Sicherheitswacht

4. Januar 2011 | Themenbereich: Bayern, Innere Sicherheit | Drucken

„Ich freue mich sehr, dass die Bayerische Sicherheitswacht zügig wächst. Immer mehr Kommunen entschließen sich, eine Sicherheitswacht zu beantragen. Sie tragen damit aktiv zur Stärkung der Inneren Sicherheit bei. Inzwischen stehen 670 Stellen für die Ehrenamtlichen in 78 Städten und Gemeinden Bayerns zur Verfügung. Nach dem Beschluss des Ministerrates zur Ausweitung der Sicherheitswacht haben sich 21 Orte beworben, in denen wir nach der Personalauswahl und der Ausbildung der Bewerber durch die Polizei bis zu 118 zusätzliche Sicherheitswächter einsetzen werden“, sagte Innenminister Joachim Herrmann und betonte: „Bayern ist nicht umsonst seit Jahren das sicherste Bundesland. Diese Spitzenstellung ist kein Selbstläufer, es kommt vielmehr darauf an, die Sicherheit in unserem Land immer wieder durch neue Impulse wie den Ausbau der Sicherheitswacht zu stärken. Unser Ziel ist eine Ausweitung auf bis zu 1.000 Mitglieder der Sicherheitswacht“.

Die Sicherheitswacht in Bayern wurde 1994 in drei Städten als Modellprojekt eingeführt und seit 1998 landesweit ausgedehnt. Der Ministerrat hat am 16. Juni 2010 einer Erweiterung auf 1.000 Sicherheitswächter in Bayern zugestimmt. Mit dem Beschluss ist es nun auch möglich, eine Sicherheitswacht in Gemeinden unter 20.000 Einwohnern einzurichten. Dadurch könne man sich noch flexibler als bisher auf jeweilige örtliche Begebenheiten einstellen. Herrmann: „Gerade erst habe ich zugestimmt, dass vier neue Städte und Gemeinden in die bayerische Sicherheitswachtfamilie aufgenommen werden. Zukünftig werden wir in Unterfranken auch in den Städten Obernburg am Main und Erlenbach am Main, in der Marktgemeinde Elsenfeld und in der schwäbischen Gemeinde Kissing insgesamt neun zusätzliche Sicherheitswächter im Einsatz haben“.

Die öffentliche Sicherheit und Ordnung bleibe Kernaufgabe der bayerischen Polizei. Man brauche aber auch die Mitverantwortung, das Engagement und die vorbildliche Mithilfe der Bürger, ergänzte Herrmann: „Das Miteinander der Profis von der Polizei und den Ehrenamtlichen, in ihrer Freizeit aktiven bayerischen Sicherheitswächtern ist nicht mehr wegzudenken und hat das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung nachweislich gestärkt“.

Interessierte können sich bei ihrer Polizeidienststelle oder bei den zehn Polizeipräsidien über die Sicherheitswacht informieren. Nach erfolgter Personalauswahl folgt eine 40stündige Ausbildung durch die Polizei, bevor der eigentliche Einsatz bei einer Polizeiinspektion beginnt. Im Durchschnitt leisten die ehrenamtlichen Helfer monatlich 10 – 15 Stunden Dienst und sind insbesondere in öffentlichen Parks, großen Einkaufs- und Freizeitzentren und Tiefgaragen aktiv. Nähere Informationen zur Sicherheitswacht, zum Anforderungsprofil und zum abwechslungsreichen Tätigkeit finden Sie auch im Internet unter
http://www.polizei.bayern.de/wir/sicherheitswacht/index.html .

Aktuell gibt es damit eine Sicherheitswacht in folgenden bayerischen Kommunen:

– Amberg
– Ansbach
– Aschaffenburg
– Augsburg
– Bad Brückenau
– Bad Kissingen
– Bad Königshofen
– Bad Neustadt/Saale
– Bamberg
– Bayreuth
– Bischofsheim
– Böbingen
– Burghausen
– Burglengenfeld-Maxhütte – Haidhof – Teublitz
– Cham
– Deggendorf
– Dillingen-Lauingen (mit Höchstadt und Gundelfingen)
– Dingolfing
– Donauwörth-Harburg-Wernding
– Eggenfelden
– Erlangen
– Forchheim
– Freising
– Friedberg
– Fürth
– Gerolzhofen
– Gersthofen (mit Markt Meitingen)
– Günzburg
– Haßfurt
– Hof
– Hofheim
– Ingolstadt
– Kaufbeuren
– Kempten
– Kissing
– Königsbrunn
– Kronach
– Krumbach
– Kulmbach
– Landshut – Ergolding – Altdorf – Kumhausen
– Memmingen
– Miltenberg
– Mindelheim
– Moosburg
– München (zuzüglich Gemeinden Haar und Taufkirchen)
– Münnerstadt
– Neumarkt
– Neustadt-Rödental
– Neutraubling
– Neu-Ulm
– Nördlingen-Oettingen
– Nürnberg
– Passau
– Penzberg
– Pfarrkirchen
– Regen
– Regensburg
– Rosenheim
– Roth
– Schongau
– Schwabach
– Schwandorf
– Schweinfurt
– Selb
– Senden
– Straubing
– Sulzbach-Rosenberg
– Tirschenreuth
– Verbund Mellrichstadt-Ostheim-Fladungen
– Verbund Obernburg-Erlenbach-Elsenfeld
– Verwaltungsgemeinschaft Bad Neustadt/Saale
– Vilshofen
– Vöhringen
– Weiden
– Wunsiedel
– Würzburg

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