„Komasaufen“: Gegen-Strategien erarbeiten

30. Dezember 2010 | Themenbereich: Die Linkspartei, Parteien | Drucken

Immer mehr Jugendliche trinken bis der Arzt kommt. Das vermeldete die DAK. Die Bundestagabgeordnete der LINKEN, Yvonne Ploetz, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, fordert, dass „endlich ernsthaft nach den Motiven gefragt und nachhaltige Konzepte erarbeitet werden müssen.“

Ploetz weiter:
„Die Ursachen für erhöhten Alkoholkonsum liegen tief und sind unter anderem Ausdruck von Unsicherheiten. Häufig können die Jugendlichen dem erhöhten Leistungsdruck und den Maßstäben für die Planung ihrer eigenen Zukunft nicht gerecht werden. Für die ‚Generation Prekär‘ wird ein sicherer Arbeitsplatz mit einem guten Einkommen immer mehr zum unerreichbaren Wunschtraum. Über ein Drittel der jungen Menschen arbeitet in sogenannter ‚atypischer Beschäftigung‘. Immer seltener werden sie nach erfolgreicher Ausbildung übernommen. Bildungspolitische Strukturen, von Turboabitur bis Bologna, heißen übersetzt Pauken bis zur Erschöpfung. Sozial benachteiligte Jugendliche resignieren und verzweifeln auf Grund fehlender Perspektiven. Die Bundesregierung muss sich endlich dieses Problems annehmen, statt in Symbolpolitik zu verharren. Es ist dringend nötig, Anfang 2011 eine parteien- und expertenübergreifende Kommission auf Bundesebene einzusetzen, die sich dem komplexen Thema Jugendarmut annimmt. In dieser Runde sollte auch das Suchtverhalten genauestens analysiert und wirksame Gegenmaßnahmen entwickelt werden.“

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