„Profiling an Flughäfen ist nicht die Lösung“

29. Dezember 2010 | Themenbereich: Hessen, Innenminister, Innere Sicherheit | Drucken

Innenminister Boris Rhein bezieht klar Stellung zur Diskussion um eine Passagier-Selektion an deutschen Flughäfen. „Der Vorschlag, Flugpassagiere nach Hautfarbe oder Herkunft unterschiedlich zu kontrollieren, ist nicht akzeptabel. Abgesehen davon, dass dies nicht unserem Werteverständnis entspricht, halte ich diesen Ansatz vor allem aus Sicherheitsgründen nicht für zielführend.“

Zielführend hingegen ist es, so der Minister, das Kontrollpersonal an den Flughäfen weiter optimal zu schulen, um punktgenau Verdacht schöpfen zu können. Dabei komme es immer auf die individuelle Betrachtung einzelner Reisender an, auch auf die Frage, wohin der Passagier reisen möchte, ob er zum Beispiel Vielflieger ist oder wie er sich in der konkreten Kontrollsituation verhält. So gibt es bereits seit langem für verschiedene Kriminalitätsbereiche individuelle Verdachtsraster, die dort effizient und erfolgreich angewandt werden.

„Die Betrachtung einzelner Ethnien verbietet sich, denn dies wäre ein zu einfacher Lösungsansatz für ein komplexes Problem. Die Optimierung der Ausbildung des Kotrollpersonals zur qualitativ hochwertigen Verdachtsschöpfung, die immer besser werdenden Informationen zur aktuellen Gefährdungslage und der aktuellen Gefährder und die immer größer werdende Erfahrung des Personals bei den Kontrollen können uns ein hohes Maß an Sicherheit gewährleisten“, so Innenminister Boris Rhein abschließend.

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