Warnung vor Nigeria-Connection

27. Dezember 2010 | Themenbereich: Bayern, Justiz | Drucken

Die sogenannte „Nigeria-Connection“ ist derzeit wieder besonders aktiv. Davor hat Bayerns Justiz- und Verbraucherschutzministerin Dr. Beate Merk heute in München gewarnt. Merk: „Diese Kriminellen verschicken täglich eine Flut betrügerischer E-Mails oder Faxmitteilungen, in denen den Empfängern Provisionen in schwindelerregenden Höhen versprochen werden. Voraussetzung: die Angeschriebenen sollen behilflich sein, beim Absender vorhandene Millionenbeträge einem bestimmten Zweck zuzuführen. „Behilflich sein“ bedeutet dabei allerdings konkret, Vorschusszahlungen für angebliche Überweisungskosten oder ähnliches an den Absender zu entrichten – dieses Geld sieht man dann niemals wieder!“

Merk weiter: „Passend zu den Weihnachtstagen wird derzeit häufig an die Gutmütigkeit und Barmherzigkeit der Adressaten appelliert. Es werden frei erfundene haarsträubende Geschichten von Krankheit und Tod aufgetischt, um gutgläubigen Menschen das Geld aus der Tasche ziehen. Das ist ganz klar Betrug!“

Aktuell kursiert im Internet beispielsweise eine E-Mail, deren Adressatin vorgibt, wegen eines Hirntumors im Sterben zu liegen. Damit ihr Vermögen in Höhe von 13 Millionen Euro nach ihrem Tod nicht in falsche Hände gerät, soll der Adressat das Geld erhalten, um 70 % an die Krebsforschung weiter zu geben, 30 % soll er behalten dürfen.

Betroffenen, die derartige Nachrichten erhalten, rät Merk: „Lassen Sie sich auf keinen Fall auf derartige Geschichten ein! Die versprochenen Millionen hat noch nie jemand gesehen. Deswegen am Besten solche E-Mails sofort löschen.“

Hintergrund: Der Wortgebrauch „Nigeria-Connection“ wurde in den 70er Jahren geprägt, ursprünglich bezogen auf eine Gruppierung von Betrügern, die vermutlich von Nigeria aus operiert hat. Inzwischen steht für den Begriff „Nigeria-Connection“ keine strukturierte Organisation mehr, sondern es handelt sich um viele kleinere Gruppen von Betrügern, deren Mitglieder weltweit operieren.

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