DPolG begrüßt Einstellungszahlen für 2011

27. Dezember 2010 | Themenbereich: Bayern, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Hermann Benker, bayerischer Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft ( DPolG), hat die für 2011 geplanten rund 1.300 Neueinstellungen bei der Bayerischen Polizei begrüßt. Gleichzeitig hält er es für zwingend notwendig, auch die Einstellungszahlen der kommenden Jahre konstant auf diesem Niveau zu halten, um die prekäre Personalsituation in den Polizeidienststellen vollständig und dauerhaft zu beheben.

Benker betont, dass Bayerns Polizei personell ziemlich ausgeblutet und dringend auf Verstärkung angewiesen ist. Sowohl die Landes- als auch die Bereitschaftspolizei weisen nach seinen Erkenntnissen eine nicht mehr hinnehmbare Einsatzbelastung auf. Er gibt zu bedenken, dass die eingestellten Polizeianwärter erst nach einer 2 – bis 4-jährigen Ausbildungszeit für den Polizeidienst zur Verfügung stehen, wodurch die personelle Durststrecke nicht sofort beseitigt werden kann.

„Letztmals wurde als Reaktion auf die Terroranschläge des 11. September 2001 mehr Polizeinachwuchs eingestellt. Im Zuge der Stoiberschen Sparwut sank die Zahl teilweise auf nicht einmal 400 Neueinstellungen jährlich. Dieses ständige Auf und Ab bei den Neueinstellungen – je nach Kassen- und Bedrohungslage – ist kontraproduktiv. Vor allem die Bereitschaftspolizei als Ausbildungsstätte muss langfristig planen können, um Unterbringungsprobleme und die Abwanderung qualifizierter Ausbilder zu vermeiden.

Der DPolG-Chef hofft, dass die Politik endlich aus diesen Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und künftig einen kontinuierlichen Einstellungskorridor gewährleistet.

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