Landespräventionspreis zum fünften Mal vergeben

21. Dezember 2010 | Themenbereich: Brandenburg, Prävention | Drucken

Der Verein ESTAruppin aus Alt-Ruppin ist am (heutigen) Dienstag für sein Projekt „Kinder stark machen – zu stark für sexuellen Missbrauch“ mit dem Landespräventionspreis 2009 des Landespräventionsrates ‚Sicherheitsoffensive Brandenburg‘ ausgezeichnet worden. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde zum fünften Mal vergeben. Mit dem Preis werden jährlich besondere Leistungen im Bereich der Kriminalitätsverhütung in Brandenburg ausgezeichnet. Außerdem wurden die Oberschule „Carl Friedrich Grabow“ in Prenzlau und der Schutzbereich Uckermark (Polizeiwache Prenzlau) sowie die Schule an den Havelauen in Hennigsdorf und der Schutzbereich Oberhavel (Polizeiwache Hennigsdorf) als vorbildliche Partnerschaften Schule/Polizei geehrt.

Innenminister Dietmar Woidke betonte, der Landespräventionspreis trage dazu bei, den gesamtgesellschaftlichen Ansatz der Kriminal- und Verkehrsunfallprävention noch stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Der Verein ESTAruppin habe es mit seinem Projekt für Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren verstanden, Eltern, Erzieherinnen und Pädagogen für das Thema „Sexueller Missbauch“ stärker zu sensibilisieren und die Präventionsarbeit zu diesem Thema in die pädagogische Arbeit in Kitas und Grundschulen im Landkreis zu etablieren. Das habe zu einer deutlichen Verbesserung des Kinderschutzes sowie einer besseren Vernetzung von Akteuren des Kinderschutzes geführt.

Bildungsminister Holger Rupprecht ergänzte: „Seit 2002 haben sich überall im Land tragfähige Partnerschaften zwischen den Schulen und der Polizei entwickelt. Die ausgezeichneten Partnerschaften haben eine breite Palette an Präventionsmaßnahmen wie etwa Drogenberatung, Streitschlichterprogramme, Schülersprechstunden und Schulverweigererprojekte entwickelt“, so Rupprecht. Die Auszeichnung soll helfen, solche guten Beispiele landesweit bekannt zu machen.
Ausgezeichnete Projekte:

Landespräventionspreis

ESTAruppin e.V. aus Alt-Ruppin für das Projekt „Kinder stark machen – zu stark für sexuellen Missbrauch“

Das Projekt zielt auf einen möglichst frühen Start von Prävention sexueller Gewalt ab und setzt deshalb bereits bei Kindergartenkindern an. Vorrangige Ziele des Projektes sind neben der Stärkung der Kinder eine verstärke Sensibilisierung von Eltern, Erzieherinnen und anderen Pädagogen, damit sie Hilfesignale von Kindern besser wahrnehmen und hierauf angemessen reagieren. Zugleich ist es dem Verein mit seinem Projekt gelungen, die Präventionsarbeit zum Thema sexueller Missbrauch in der pädagogischen Arbeit in Kindertagesstätten und Grundschulen im Landkreis fest zu verankern und so eine deutliche Verbesserung des Kinderschutzes zu erreichen.

Ausgezeichnete Partnerschaften Schule/Polizei

Oberschule „Carl Friedrich Grabow“ Prenzlau / Schutzbereich Uckermark (Polizeiwache Prenzlau)

Die Grabow-Schule Prenzlau ist eine Schule im sozialen Brennpunkt. Ihr Augenmerk ist gerichtet auf ein menschlich korrektes, höfliches, ausgeglichenes, von gegenseitiger Toleranz, gegenseitigem Verständnis und Respekt geprägtem Umgang miteinander. Seit der Umwandlung der Schule in eine Oberschule zum Schuljahr 2008/09 wurden die Entwicklung und Stärkung sozialer Kompetenzen als zentrale Aufgaben gesehen. Unter anderem werden gemeinsame Schulungen von Streitschlichtern und Schülerordnern durchgeführt sowie Schulprojekte initiiert. Auch Präventionsveranstaltungen in den Bereichen Sucht und Drogen sowie Kriminalität und Gewalt gehören zur gemeinsamen Arbeit. Intensiv gestaltet sich die Arbeit mit auffälligen Schülern und Schulverweigerern, um auch diesen Schülern die Möglichkeit eines Schulabschlusses zu geben. Bei aktuellen Problemen gibt es stets umgehende Unterstützung durch die Polizei.

Schule an den Havelauen Hennigsdorf / Schutzbereich Oberhavel (Polizeiwache Hennigsdorf)

Bildungseinrichtung und Polizei arbeiten seit acht Jahren intensiv zusammen. Dazu gehört unter anderem die Einrichtung einer „Schülersprechstunde“ der Polizei. Dort werden Probleme benannt, die die Schüler den Lehrern nicht anvertrauen. Im Zusammenwirken mit den Eltern und dem Lehrpersonal werden die an die Polizei herangetragenen Sachverhalte zeitnah bewertet und gegebenenfalls Abhilfe eingeleitet. Zudem unterstützt die Polizei auch verschiedene schulische Projekte wie Wald- und Geländespiele, Sportveranstaltungen, Fahrradprüfungen in der 5. Klassenstufe, Verkehrserziehung sowie Schulungen von Ordnungsschülern.

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