ARD verweigert den Soldatinnen und Soldaten im Einsatz ihr Programm

21. Dezember 2010 | Themenbereich: BundeswehrVerband, Interessenvertretungen | Drucken

Als „unfassbar“ hat der Stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen BundeswehrVerbandes, Oberstabsbootsmann Wolfgang Schmelzer, die Entscheidung der ARD bezeichnet, die Übertragung ihres Programms nach Afghanistan aus Kostengründen einzustellen. „Meinen Kameradinnen und Kameraden im Auslandseinsatz wird damit der für sie essentielle Kontakt in die Heimat erschwert. Die ARD sendet ihr Programm nicht mehr, dafür aber ein sehr unschönes Signal an alle Menschen in der Bundeswehr“, sagte der stellvertretende Verbandschef. Schmelzer zeigte sich gleichzeitig zufrieden mit den eindeutigen Reaktionen aus Politik und Gesellschaft auf die Entscheidung der ARD. Diese zeigten, dass die Heimat hinter ihren Soldatinnen und Soldaten im gefährlichen Einsatz in Afghanistan stehe.

„Ohne diesen Rückhalt aus Deutschland können unsere Frauen und Männer im Einsatz ihren lebensgefährlichen Auftrag nicht erfüllen“, so Schmelzer. Er sei optimistisch, dass sich die ARD eines Besseren besinnen werde. Schließlich seien die Soldatinnen und Soldaten auch im Einsatz nicht von ihren GEZ-Gebühren befreit – und ein Funken Solidarität in den Führungsgremien der ARD sicherlich noch vorhanden.