Aussagen der Regierungskoalition zur kriminalistischen Aus- und Fortbildung

14. Dezember 2010 | Themenbereich: Brandenburg, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) – Landesverband Brandenburg – hat das heutige Bekenntnis der Landtagsfraktionen von SPD und DIE LINKE zur „Intensivierung der kriminalistischen Aus- und Fortbildung“ begrüßt. Die Kripo-Gewerkschaft mahnt hier seit langem Handlungsbedarf an und fordert eine Spezialisierung für Schutz- und Kriminalpolizei bereits bei der Kommissarsausbildung an der Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg. Die Brandenburger Kripo brauche dringend jungen Nachwuchs, der mit soliden Kenntnissen der Kriminalistik ausgerüstet direkt von der Fachhochschule zur Kripo kommen müsse. Dazu müssten nach zwanzig Jahren inhaltsgleicher Polizeiausbildung endlich spezielle Kripo-Klassen eingeführt werden. Der politischen Absichtserklärung von SPD und LINKE müssten nun konkrete Taten folgen.

Der BDK wiederholte seine grundsätzliche Kritik an der Dimension des Personalabbaus bei der Brandenburger Polizei. Es sei zudem falsch, plakativ nur auf polizeiliche Präsenz zu setzen. Die Kripo-Dienststellen an den jetzigen Wachenstandorten müssten ebenfalls erhalten bleiben. Sicherheit brauche auch flächendeckend Kripo und funktionierende Strafverfolgung. Anderenfalls laufe man Gefahr, den ländlichen Raum „den Wölfen und Strolchen“ zu überlassen, wie es der frühere Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) im vergangenen Jahr pointiert formuliert hatte.

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