Anti Castor-Demo in Greifswald verlief gewaltfrei

14. Dezember 2010 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

Gemeinsam haben Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern und Bundespolizei einen friedlichen Verlauf der Demonstration am vergangenen Wochenende in Greifswald gegen die Castor-Transporte in das Zwischenlager nach Rubenow gewährleistet. Über 2000 Teilnehmer bildeten in der Innenstadt von Greifswald einen Aufzug von rund einem Kilometer Länge, der insgesamt von700 Landes- und 200 Bundespolizisten begleitet wurde.

„Die Demonstration verlief gewaltfrei und hat sich als bunter, phantasievoller Protest dargestellt. Insoweit bin ich mit dem Wochenende zufrieden“, so Innenminister Lorenz Caffier.

Es gab weder verletzte Personen, noch mussten polizeiliche Maßnahmen wie Platzverweise ausgesprochen oder Ermittlungsverfahren eingeleitet werden. Das anschließende Mitternachtsshopping und der Weihnachtsmarkt in Greifswald konnten wie geplant durchgeführt werden.

„Ich möchte hier die Gelegenheit nutzen und den Teilnehmern für einen störungsfreien und friedlichen Verlauf der Veranstaltung danken. Dazu hat auch maßgeblich die Zusammenarbeit zwischen den Organisatoren und der Polizei beigetragen, die kooperativ und vertrauensvoll war,“ erläuterte der Minister.

Am Donnerstag, den 16.12.10, wird der Castor-Transport aus Cadarache wie geplant in Mecklenburg-Vorpommern erwartet.

Landes- und Bundespolizei werden die sichere Fahrt gewährleisten und friedliche Veranstaltungen sowie Versammlungen schützen. Das schließt auch ein konsequentes Vorgehen gegen Störer und Straftäter ein.

Wegen der zu erwartenden Proteste gegen den Castor-Transport werden rund 3000 Polizisten in MV im Einsatz sein. Davon sind 1200 aus der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern. Weitere 1800 Polizisten kommen aus den Ländern Schleswig-Holstein, Niedersachen, Bremen, Berlin, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern.

Daneben begleitet die Bundespolizei den Castor-Transport von der Bundesgrenze bis zum Zwischenlager Nord in Rubenow.

„Bei meinen Innenministerkollegen von Bund und Ländern bedanke ich mich jetzt schon einmal für die gewährte Unterstützung in der Vorweihnachtszeit“, so Innenminister Caffier und im Hinblick auf bereits festgestellte Blockadevorbereitungen an den Gleisanlagen mahnt Innenminister Caffier: „Im Zusammenhang mit den anstehenden Transporten fordere ich alle Demonstranten auf, möglichen Protest sachlich und gewaltfrei auszudrücken.“

Insgesamt 8 Teams mit je 3 Beamten der Bundes- und der Landespolizei stehen den Teilnehmern möglicher Proteste als Ansprechpartner im Rahmen des polizeilichen Krisenmanagements zur Verfügung. Sie machen polizeiliche Maßnahmen transparent und wirken auf friedliche Lösungen bei Blockadeaktionen hin.

Derzeit sind 11 Mahnwachen an der Strecke zum ZLN nach Rubenow angemeldet worden.

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