Aktion gegen kriminelle Rockergruppierungen

13. Dezember 2010 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Innere Sicherheit | Drucken

„Die Gewaltdelikte im Rockermilieu beweisen, dass es sich bei so genannten Outlaw Motorcycle Gangs keinesfalls um harmlose Motorrad-Clubs handelt. Wir haben es hier mit knallharten Kriminellen zu tun.“ Das sagte Innenminister Heribert Rech am Montag, 13. Dezember 2010, in Stuttgart zur großangelegten länderübergreifenden Durchsuchungsaktion.

Mehr als 900 Polizeibeamte, darunter Spezialeinsatzkräfte aus Baden-Württemberg, des Bundes und angrenzender Bundesländern, hätten unter Leitung der Polizeidirektion Pforzheim seit den frühen Morgenstunden Dutzende Wohnungen, Clubhäuser und bordellartige Betriebe der Hells Angels und ihrer Unterstützerclubs in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz durchsucht. Die Durchsuchungsmaßnahmen stünden im Zusammenhang mit den jüngsten gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Hells Angels und der Türstehergruppierung United Tribuns in Pforzheim, bei denen drei Personen zum Teil schwer verletzt waren.

Rech: „Die kriminellen Aktivitäten einiger Outlaw Motorcycle Gangs erstrecken sich hauptsächlich auf Gewaltkriminalität, Waffen-, Rauschgift- und Menschenhandel und haben Bezüge zur Organisierten Kriminalität.“ Mit zunehmender Aktivität der rivalisierenden Gruppierungen steige durch Gebiets- und Vorherrschaftsansprüche auch die Gefahr von gewalttätigen Eskalationen. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung gelte es, alle gebotenen und rechtlich zur Verfügung stehenden Mittel auszuschöpfen und darüber hinaus auch andere Behörden und Stellen mit einzubeziehen. „Deshalb haben die Minister und Senatoren bei der letzten Innenministerkonferenz eine bundesweite Bekämpfungsstrategie für Rockerkriminalität verabschiedet“, sagte Rech.

Die Polizei in Baden-Württemberg habe den Ermittlungs- und Fahndungsdruck gegen entsprechende Gruppierungen erhöht. Zudem sei ein Expertenpool zur Feststellung von nicht zulässigen technischen Änderungen an Harley-Davidson-Motorrädern eingerichtet worden, auf welchen landes-weit zurückgegriffen werden könne. Außerdem sei die Polizei im engen Kontakt mit den Waffenbehörden.

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