Mehr Personal für den Strafvollzug

11. Dezember 2010 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Strafvollzug | Drucken

Düsseldorf: Mit besonderer Genugtuung hat die BSBD-Landesleitung heute die Aussagen von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft im Kölner Stadtanzeiger zur Kenntnis genommen, wonach die Politikerin u.a. darauf hingewiesen hat:“„…wir brauchen mehr Leute: Nachwuchs für eine älter werdende Polizei und in den Gefängnissen – ich erinnere nur an das Drama der JVA Aachen – ….“!

BSBD-Landesvorsitzender Klaus Jäkel wertete diese Aussagen als besonders hilfreich für den NRW-Strafvollzug, der derzeit im Verwaltungsbereich vor dem Ausbluten steht. „Der BSBD sieht in dieser Aussage nicht nur eine Absichtserklärung der Ministerpräsidentin sondern auch eine überfällige Geste im Rahmen der Fürsorgepflicht gegenüber den betroffenen Bediensteten, die u.a. mit vielen neuen Aufgaben in der IT-Technik belastet werden und das bei einer absolut mageren Personalausstattung“, so BSBD-Landesvorsitzender Klaus Jäkel gegenüber der Presse.

Im NRW-Strafvollzug ist seit geraumer Zeit wegen mangelnder Neueinstellungen ein Notstand innerhalb der Verwaltung eingetreten, der zwischenzeitlich eine zunehmende Begehrlichkeit für einen Zugriff auf Beamte des allgemeinen Vollzugsdienstes erkennen lässt. Der hohe Altersdurchschnitt im mittleren und auch gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienst zeigt sich nicht nur in der Krankenquote sondern auch in der teilweisen inneren Kündigung dieser Bediensteten. „Vom grünen Schreibtisch aus eine Zuteilung der Verwaltungsbediensteten in den Justizvollzugseinrichtungen umzusetzen ist kontraproduktiv und lässt erneut keine Basisnähe erkennen“, so Jäkel. Nur mit groß angelegten Fragebogenaktionen Rückschlüsse über die Stimmung im NRW-Strafvollzug und den hohen Krankenstand zu ziehen, reicht nicht. Die Gesamtpolitik muss stimmen!

Bleibt zu hoffen, dass die Aussagen der Ministerpräsidentin keine Lippenbekenntnisse sind sondern schon jetzt im Nachtragshaushalt als auch im kommenden Haushalt 2011 ihren Niederschlag finden.

Der BSBD wird die Ministerpräsidentin beim Wort nehmen!

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