Landespreis „Innere Sicherheit“

11. Dezember 2010 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Nordrhein Westfalen | Drucken

Um das Wohl von Kindern und Jugendlichen haben sich die drei Ordnungspartnerschaften im Oberbergischen Kreis, in Bielefeld und Korschenbroich verdient gemacht. Dafür zeichnete sie Innenminister Ralf Jäger heute (10. Dezember) in Essen mit dem Landespreis „Innere Sicherheit“ 2010 aus. „Die Projekte haben sich erfolgreich um unsere Kinder und Jugendlichen gekümmert“, lobte Jäger und wies darauf hin: „Es ist wichtig, sich frühzeitig um gefährdete Kinder und Jugendliche zu kümmern, damit sie nicht auf die schiefe Bahn geraten. Deshalb investiert die Landesregierung in ein Präventionskonzept aus einem Guss.“

Der seit 2003 ausgeschriebene jährliche Landespreis wird an besonders kreative und effektive Ordnungspartnerschaften verliehen. Sie sind mittlerweile fester Bestandteil einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Polizei, Verwaltung, Politik, Schulen und gesellschaftlichen Gruppen sowie Verbänden in den Städten, Gemeinden und Kreisen des Landes. Der Minister hob die große Bandbreite der vielen Ordnungspartnerschaften hervor, die von hohem Engagement und Ideenreichtum zeugten. „Der weitere Ausbau dieser erfolgreichen Netzwerke für die Sicherheit der Menschen in NRW ist ein wesentlicher Baustein unserer Sicherheitspolitik.“

Die Gewinner des Landespreises „Innere Sicherheit“ 2010

Oberbergischer Kreis: Emanzipatorische Jugendarbeit (em-jug)

Das Langzeitprojekt „Emanzipatorische Jugendarbeit“ im Oberbergischen Kreis – kurz „em-jug“ – hat mit seiner vorbeugenden Arbeit gegen Gewaltphänomene in unserer Gesellschaft Erfolg. Die von der Polizei, der Volkshochschule Oberberg und des Dachverbandes der Polizeisportvereine Deutschland abgestimmten pädagogischen Konzepte helfen nachhaltig, Kinder und Jugendliche stark zu machen. Präventionstrainings bewahren sie davor, weder Opfer noch Täter zu werden. Eltern und pädagogisches Personal werden speziell geschult, konsequent zu intervenieren und Normen und Werte zu vermitteln, die zu einem sozialen und gewaltfreien Miteinander führen.

Die pädagogischen Angebote zur Gewaltprävention wie etwa das spielerische Erlernen von gewaltfreier Konfliktlösung, Selbstsicherheits- und Konflikttrainings begleiten die Kinder nachhaltig vom Kleinkind- bis zum Erwachsenenalter. Eltern erhalten darüber hinaus Unterstützung durch Informationsveranstaltungen und Seminare.

Das Schulprojekt „Mut tut gut“ hat sich bei „em-jug“ bewährt und ist mittlerweile Standard im Unterricht aller Grundschulen in NRW.

Bielefeld: Surfen mit SIN(N)

„Surfen mit SIN(N)“ in Bielefeld klärt über die potenziellen Gefahren im Internet auf und zeigt, wie man sich im weltweiten Datennetz sicher bewegt. Die Abkürzung SIN steht dabei für „Sicherheit im Netz“. Bei 260 Veranstaltungen erreichte das Projekt bisher rund 7.000 Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrer. Themenschwerpunkte sind der Mindestschutz bei Chats, Online-Shopping oder Internet-Auktionen, die Legalität von Downloads und Tauschbörsen sowie mögliche strafbare Handlungen beim Surfen.

Das „Medienzentrum der Stadt Bielefeld und Lehrerfortbildung NRW“, die Polizei und die Lehrerinnen und Lehrer der Bielefelder Schulen bündeln als Projektpartner ihre Erfahrungen mit der Internetkriminalität für ein wirksames Handeln zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet. Unterstützt werden sie unter dem Dach des „Sozial- und Kriminalpräventiven Rates der Stadt Bielefeld“ unter anderem durch den „Anwaltsverein“ und den Internet Service „Marcant“.

Für diese positive Präventionsarbeit wurde der Ordnungspartnerschaft auch der „Preis der Medienberatung 2011“ durch das Schulministerium verliehen.

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