Einsicht beim Atommüllstreit

6. Dezember 2010 | Themenbereich: Bund, Nordrhein Westfalen | Drucken

„Endlich zeigt der Bundesumweltminister Einsicht beim Atommüllstreit „, sagte Innenminister Ralf Jäger heute (06.12.) in Düsseldorf. Nachdem sich die Innenministerkonferenz schon vor Wochen einig war, dass Maßstab für Atomtransporte die Sicherheit der Menschen sein müsse, lehnt nun auch Bundesumweltminister Norbert Röttgen den umstrittenen Atommülltransport von Ahaus nach Russland ab. „Es gibt derzeit kein verantwortbares Transport- und Energiekonzept für Atommüll. Deshalb haben wir von Anfang an Castor-Transporte von Ahaus nach Russland abgelehnt. Es dürfen keine Transporte in Länder mit einer unsicheren Atommülllagerung erfolgen. Wir müssen für Russland die gleichen hohen Maßstäbe für die Sicherheit der Menschen anlegen, wie bei uns“, betonte Jäger. Das scheine nun auch endlich der Bundesumweltminister begriffen zu haben. Dass erst jetzt ein deutlicher Stop im Atommülltransport gekommen sei, zeige einmal mehr wie unflexibel und schwerfällig der Bund in wichtigen Entscheidungen agiere.