THW-Kräfte im Dauereinsatz

3. Dezember 2010 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Schnee, Eis und Kälte haben Deutschland fest im Griff. Auf Straßen und Schienen steht der Verkehr teilweise still. Die THW-Einsatzkräfte sind seit Anfang der Woche bundesweit im Dauereinsatz: Sie befreien überlastete Dächer von Schneemassen, sichern Unfallstellen ab, schleppen liegengebliebene LKW frei und versorgen Autofahrer mit heißen Getränken und Decken. Die vorläufige Bilanz: 463 Einsatzkräfte aus 41 Ortsverbänden.

Allein das THW aus Freising befreite mehr als 50 LKW auf den Autobahnen 9 und 92 aus den Schneemassen. Außerdem zogen die Einsatzkräfte hängengebliebene LKW über Steigungen, um die Durchfahrt der Räum- und Streufahrzeuge zu ermöglichen. Ohne Schneeketten ging auch im sachsen-anhaltischen Weißenfels nichts mehr. Dort blockierten festgefahrene LKW und PKW die Zufahrt zum Krankenhaus. Im baden-württembergischen Hofstetten unterstützten die Einsatzkräfte die Feuerwehr bei der Brandbekämpfung: Die Rettungswege zum brennenden Bauernhof waren zugeschneit, THW-Kräfte räumten diese mit einem Radlader frei. Im schleswig-holsteinischen Pönitz saßen am Dienstag rund 30 Schülerinnen und Schüler in ihrer Schule fest, bevor sie von THW-Kräften nach Hause gebracht wurden.

Schneeverwehungen, umgestürzte Bäume, herabhängende Oberleitungen: auch der Zugverkehr ist vom Winterwetter betroffen. Auf den Bahnhöfen Leipzig, Eilenburg, Torgau, Eisenach und Erfurt versorgen die THW-Kräfte die gestrandeten Reisenden mit heißen Getränken und Decken. Im bayerischen Straubing beräumen die Helferinnen und Helfer Weichenanlagen, in Ludwigsstadt unterstützten die Einsatzkräfte am Montag die Evakuierung von 200 Fahrgästen nachdem ein umgestürzter Baum die Gleise blockierte.

Die Bandbreite der möglichen Hilfeleistungen des THW bei Schneechaos ist groß: Die freiwilligen Kräfte sind deutschlandweit einsatzbereit wenn es gilt, Straßen zu räumen, auf schneeglatter Fahrbahn liegengebliebene LKW freizuschleppen und Autofahrer, die stundenlang im Stau stehen, mit heißen Getränken und Decken zu versorgen. Darüber hinaus kann das THW Gefahren durch Schnee- und Eisbruch sowie durch Lawinen eingrenzen. Und bei Stromausfällen kann das THW mit seinen mobilen Generatoren Energieversorgungsunternehmen unterstützen.