Kindesmissbrauch-Prävention umfassend ansetzen

2. Dezember 2010 | Themenbereich: FdP | Drucken

Zur Vorstellung des Zwischenberichts des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“ erklärt die Expertin für Familienpolitik der FDP-Bundestagsfraktion und Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Sibylle LAURISCHK: Der Missbrauch von Kindern stellt eine schwerwiegende Verletzung der Menschenwürde dar. Die Opfer sind Kinder, die Anspruch auf Schutz und Fürsorge haben. Ich begrüße daher die zügige und engagierte Arbeit der Mitglieder des Runden Tisches, denen es gelungen ist, innerhalb kürzester Zeit einen fundierten Zwischenbericht zu Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen vorzulegen.

Eine wirksame Prävention muss umfassend ansetzen und mit jeweils spezifischen Maßnahmen auf alle Personengruppen zielen, die mit dem Aufwachsen von Kindern befasst sind. Dies erfordert auch eine stärkere Vernetzung der bestehenden Beratungsangebote. In Einrichtungen sind Standards notwendig, damit Kinder und Jugendliche wirksam geschützt werden können. Berufsgruppen, die täglich mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, kommt eine Garantenstellung zu. Sie müssen daher dafür ausgebildet sein, sexuellen Missbrauch zu erkennen und darauf professionell zu reagieren. Auch ist es wichtig, das Selbstbewusstsein von Kindern und Jugendlichen im Sinne eines „empowerment“ zu stärken und auch Eltern für das Thema der sexuellen Entwicklung zu sensibilisieren.

Gemeinsam mit der Union werden wir den Zwischenbericht sorgfältig auswerten und prüfen, inwieweit die erarbeiteten Ergebnisse auch in das neue Kinderschutzgesetz aufgenommen werden können.