Bundeswehr muss handlungsfähiger Partner beim Katastrophenschutz bleiben

2. Dezember 2010 | Themenbereich: Brandenburg, Innenminister | Drucken

Innenminister Dietmar Woidke hat das Logistikbataillon 172 mit dem Fahnenband des Landes Brandenburg zur Truppenfahne ausgezeichnet. Er dankte der Einheit damit am Donnerstag in der Beelitzer Hans-Joachim-von-Ziethen-Kaserne für ihren Einsatz zum Wohle des Landes. Das Land habe die Bundeswehr bei der Bewältigung vieler Naturkatastrophen als „starke Truppe“ erlebt. Die Soldatinnen und Soldaten des Bataillons hätten sich aber auch „als Bürgerinnen und Bürger in Uniform in das Leben der Stadt Beelitz eingebracht und das Gemeinwesen bereichert“, sagte Woidke. Das Fahnenband ist die höchste Auszeichnung, mit der ein Bundesland einen militärischen Verband würdigen kann.

Der Innenminister unterstrich bei dieser Gelegenheit die Forderung, die Landeskommandos bei der anstehenden Bundeswehrreform zu erhalten. Die Bundeswehr müsse „zur Sicherung eines starken Zivil- und Katastrophenschutzes personell und organisatorisch in der Lage sein, ihre im Rahmen der Katastrophenhilfe vorgesehenen Hilfeleistungen zu erbringen“. Dazu sei gerade vor dem Hintergrund des stark gewandelten Auftrags der Bundeswehr eine Kontinuität in den Strukturen erforderlich.

Woidke würdigte auch den Einsatz der jetzt aus Afghanistan zurückgekehrten 250 Soldaten der Einheit. „Sie haben beim Wiederaufbau des zerstörten Landes geholfen und mit ihrer Präsenz die afghanische Regierung bei der Übernahme der Sicherheitsverantwortung im Land unterstützt“, betonte der Minister. Er zeigte sich zugleich erleichtert, dass die Einheit ohne Verluste zurückkehrte.

Die Beteiligung am Engagement in Afghanistan unterstreiche die Glaubwürdigkeit Deutschlands als Partner in den Vereinten Nationen. Der Einsatz dürfe aber kein Daueraufenthalt werden, mahnte Woidke. Es sei deshalb wichtig, dass die NATO auf dem Lissaboner Gipfel eine verantwortungsvolle Abzugsperspektive beschlossen habe.

Im Rahmen der Veranstaltung in der Beelitzer Kaserne legten am Donnerstag auch 220 Rekruten ihr Feierliches Gelöbnis ab. Zudem übergab Oberstleutnant Jörg Gruhn das Kommando über das Logistikbataillon 172 an seinen Nachfolger Oberstleutnant Boris Nannt.