Viele Opfer leiden lebenslänglich

1. Dezember 2010 | Themenbereich: Justiz | Drucken

„Den Mitarbeiterinnen im Opferhilfebüro und den Angehörigen des Regionalvorstandes Osnabrück ist es gelungen, innerhalb von 8 Jahren über eine Million Euro an Bußgeldern und Spenden für die Stiftung Opferhilfe einzunehmen. Ich bin beeindruckt von dem, was hier geleistet wird“, sagte der Niedersächsische Justizminister Bernd Busemann am Mittwoch (1.?Dezember 2010) bei einem Besuch des Osnabrücker Regionalbüros der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen. Der Großteil dieser Gelder sei als direkte Hilfe an Opfer aus dem Einzugsbereich des regionalen Opferhilfebüros ausgezahlt worden.

„Staatsanwälte und Richter sind in Osnabrück offenbar besonders überzeugt davon, dass es richtig ist, Geldbußen den Opfern von Straftaten zu gute kommen zu lassen“, stellte Busemann fest. Die Opferhelferinnen in Osnabrück leisteten offensichtlich eine außerordentlich gute Arbeit. Zum anderen sei es den Mitgliedern des Regionalvorstands besonders gut gelungen, die Anliegen der Stiftung bekannt zu machen. „Nur in seltenen Fällen lautet die Strafe für einen Täter lebenslänglich. Die Opfer von Straftaten haben aber oft ein Leben lang mit den Folgen der Tat zu kämpfen“, sagte Busemann. Deshalb sei es Aufgabe der Gesellschaft, sich angemessen um die Opfer von Straftaten zu kümmern. Insofern sei es zu begrüßen, wenn neben den direkten Opferhilfen auch örtliche Projekte anderer Opferhilfeorganisationen gefördert und finanzschwächeren Regionalfonds der Stiftung unterstützt würden.

„Die Stiftung Opferhilfe besteht im kommenden Jahr 10 Jahre. Die Stiftung wird an allen Standorten ihrer Opferhilfebüros Veranstaltungen durchführen, die die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Anliegen der Stiftung lenken sollen“, sagte Busemann. In Osnabrück sei für Juli eine Filmvorführung geplant. Auch die Ausstellung „Gefahrlos“ im Osnabrücker Rathaus und der landesweite Opferhilfekongress im September in Hannover würden sicher viele Menschen auf die Stiftung aufmerksam machen, so Busemann abschließend.