Erst denken – dann klicken!

30. November 2010 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Innenminister | Drucken

Unter dem Motto „Erst denken – dann klicken!“ hat das Innenministerium zum achten Mal in Kooperation mit dem Einzelhandelsverband Baden-Württemberg, dem Kultusministerium, dem Städte- und dem Gemeindetag und der Polizei den landesweiten Präventionswettbewerb gestartet. Thematisch unterstütze dieser Wettbewerb auch die Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg. „Internet und Handy sind aus unserem Leben fast nicht mehr wegzudenken. Ihr Gebrauch ist gerade für Kinder und Jugendliche mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden. Deshalb ist es so wichtig, dass junge Menschen sich auch mit den möglichen Gefahren auseinandersetzen“, sagte Innenminister Heribert Rech am Dienstag, 30. November 2010, in Stuttgart.

Bei Kindern und Jugendlichen seien Internet und Handy stark verbreitet. Dies zeigten Studien zur Mediennutzung. Dabei werde das Handy zwar nach wie vor überwiegend zur Kommunikation genutzt, die aktuellen Multimediageräte würden aber weitere Möglichkeiten bieten: Schnell sei ein Foto oder ein Videofilm aus dem Internet heruntergeladen oder mit Hilfe der Bluetooth-Technologie mit anderen ausgetauscht. So landeten auf dem Handy möglicherweise auch jugendgefährdende Inhalte wie pornografische Darstellungen und Gewaltvideos. Es gebe aber noch andere Gefahren: Ein unüberlegter Klick, und schon habe man beispielsweise ein Abonnement für den monatlichen Bezug von Handy-Klingeltönen abgeschlossen oder sich durch illegales Herunterladen eines Films, Videoclips oder Musiktitels strafbar gemacht. Zudem würden Handy und Internet auch gezielt zum Mobbing missbraucht. „In den sozialen Netzwerken ist es leicht, jemanden zum Opfer zu machen, indem man ihn bloßstellt – und zwar vor den Augen aller, um ihn zusätzlich zu demütigen. Aber das Internet vergisst nichts, denn einmal im Netz – immer im Netz“, betonte der Minister.

Beim aktuellen Präventionswettbewerb sollten sich interessierte Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren mit Unterstützung von Lehrkräften, Betreuern in Vereinen und Jugendgruppen oder mit Hilfe der Eltern überlegen, worin die Gefahren bei der Nutzung von Handy und Internet liegen können. Ein Schwerpunkt solle dabei auf das Thema Cybermobbing gelegt werden. So könne die Thematik zum Beispiel in kurzen Theaterstücken, Videos, Bildergeschichten, Drehbüchern oder eigenen Musikstücken aufgegriffen werden. Der attraktive Preis für die besten Ideen und die Gewinner des Wettbewerbs: Insgesamt 100 Kinder und Jugendliche werden am 13. Juli 2011 gemeinsam in den Europa-Park in Rust eingeladen und dort für ihre Leistung ausgezeichnet. Als besondere Zugabe sei unter den Siegern eine Sonderverlosung vorgesehen: Fünf hochwertige iPods, die von der Firma Edeka gestiftet worden seien, warteten auf ihre Gewinner.

„Bei der Nutzung von Handy und Internet lauern für Kinder und Jugendliche Gefahren, die man sich immer wieder bewusst machen muss. Ich bin überzeugt davon, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Präventionswettbewerb wie in den Jahren zuvor kreative Beiträge einsenden, die auch so manchen Erwachsenen veranlassen könnten, seinen eigenen Umgang mit Handy und Internet kritisch zu hinterfragen“, sagte der Innenminister.

Zusatzinformationen:

Nähere Informationen und Teilnahmeformulare für den Präventionswettbewerb „Erst denken – dann klicken!“ können beim Einzelhandelsverband Baden-Württemberg per E-Mail unter info@ehv-baden-wuerttemberg.de angefordert oder im Internetangebot der Polizei für Kinder und Jugendliche unter www.time4teen.de heruntergeladen werden. Einsendeschluss ist der 29. April 2011.