Steuererleichterung für ehrenamtliche Betreuer

29. November 2010 | Themenbereich: Justiz, Niedersachsen | Drucken

„Die niedersächsische Initiative für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer war erfolgreich. Ab dem kommenden Jahr steht ihnen für ihre Aufwandsentschädigung ein Steuerfreibetrag von 2.100 Euro jährlich zu.“ Das hat der Niedersächsische Justizminister Bernd Busemann  aus Berlin mitgeteilt. „Damit sind die ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer endlich anderen Personengruppen wie zum Beispiel Sportübungsleitern steuerlich gleichgestellt“, sagte Busemann, der sich immer wieder für die jetzt im Jahressteuergesetz 2010 enthaltene Neuregelung eingesetzt hatte.

„Wer es ehrenamtlich auf sich nimmt, außerhalb der eigenen Familie die rechtlichen Belange für Menschen, die dies selbst nicht mehr können, zu regeln, darf hinsichtlich der steuerlichen Behandlung eventueller Aufwandsentschädigungen nicht schlechter gestellt werden als zum Beispiel ein ehrenamtlicher Trainer im Sportverein“, so Busemann. Der Bundesrat habe sich in der Vergangenheit im Rahmen von zwei Gesetzgebungsverfahren jeweils dafür ausgesprochen, die steuerliche Situation der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer zu verbessern. „Ich begrüße es sehr, dass die Bundesregierung dieses Anliegen nun aufgegriffen und der Bundesrat die entsprechende Änderung nun beschlossen hat“, freute sich Busemann.