Jugendarbeit der Feuerwehren

27. November 2010 | Themenbereich: Brandenburg, Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Brandenburgs Feuerwehren erhalten für ihre Jugendarbeit eine weitere Finanzspritze. Das Innenministerium stellt hierzu rund 16.000 Euro aus Mitteln der Lottokonzessionsabgabe bereit. Empfänger sind der Kreisfeuerwehrverband Dahme-Spreewald e.V., die Stadt Doberlug-Kirchhain (Landkreis Elbe-Elster), der Kreisfeuerwehrverband Potsdam-Mittelmark e.V. und der Feuerwehrverein Wenzlow e.V. (Landkreis Potsdam-Mittelmark). Das Geld trägt zur Ausstattung der Jugendfeuerwehren bei und ermöglicht den Kauf von Schulungsmaterial.

Innenminister Dietmar Woidke verwies auf die Bedeutung einer engagierten Nachwuchsarbeit der Feuerwehr im Land. „Ohne die Freiwilligen Feuerwehren mit ihren rund 46.500 Mitgliedern läuft beim Brand- und Katastrophenschutz auch künftig so gut wie nichts“, sagte Woidke. „Wenn es um die Brandschützer von morgen geht, zahlen sich deshalb Einsatz und Unterstützung für alle aus. Da werden wir entsprechend unserer Möglichkeiten auch weiterhin helfen“, kündigte der Minister an.

Die jetzt bereit gestellten Lottomittel ermöglichen dem Kreisfeuerwehrverband Dahme-Spreewald die Beschaffung eines Übungslöschgerät-Brandsimulators, eines Brandschutzkoffers und weiterer Materialien für die qualifizierte Ausbildung der Jugendfeuerwehren. Die Stadt Doberlug-Kirchhain wird beim Kauf von Multimediatechnik für die Ausbildung in der Jugendfeuerwehr Frankena unterstützt. Dem Kreisfeuerwehrverband Potsdam-Mittelmark wird finanziell bei der Weiterführung der Brandschutzerziehung in den Grundschulen geholfen. Für das gleichnamige Projekt werden Ausrüstungen und ein zugehöriger Transportanhänger beschafft. Der Feuerwehrverein Wenzlow nutzt das Geld zur Anschaffung eines Mannschaftszeltes für die Zelt- und Ausbildungslager der Jugendfeuerwehr.

Im vergangenen Jahr stellte das Innenministerium mehr als 170.000 Euro aus Lottomitteln zur Förderung des Brand- und Katastrophenschutzes zur Verfügung, davon rund 140.000 Euro für die Jugendfeuerwehren.
Hintergrund:

In Brandenburg bestanden Ende vergangenen Jahres 201 Freiwillige Feuerwehren mit 1.857 örtlichen Wehren und 46.515 (2008: 46.900) aktiven Feuerwehrangehörigen, darunter 6.887 Frauen. Hinzu kamen fünf Berufsfeuerwehren mit 595 (592) Einsatzkräften und zehn Werkfeuerwehren mit 916 (909) Mitarbeitern. Die Feuerwehren wurden im vergangenen Jahr zu 30.351 Einsätzen gerufen. Darunter waren 6.443 Brände und 18.806 technische Hilfeleistungen. In 5.111 Fällen erfolgte der Einsatz auf Grund eines Fehlalarms. Bei ihren Einsätzen retteten die Einsatzkräfte 1.447 Menschen aus Gefahrensituationen.