Zertifizierung von privaten Sicherheitsdiensten

23. November 2010 | Themenbereich: Security | Drucken

Auf der Pressekonferenz der Herbsttagung der ständigen Innenministerkonferenz (IMK) am 18. November 2010 in Hamburg ging Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière auf die aktuelle Sicherheitslage ein. Er informierte u. a. über den Vorgang in Windhoek. Experten des Bundeskriminalamtes haben ihn unterrichtet, dass es sich um einen sogenannten Real-Test-Koffer gehandelt habe. Daher habe zu keiner Zeit Gefahr für Passagiere bestanden. Es werde geprüft, woher der Koffer stamme. Minister de Maizière rief die anwesenden Medienvertreter zum besonnenen Umgang mit Informationen auf. Spekulationen würden in dieser Situation niemandem helfen und zu Verunsicherungen führen.

Der stellvertretende Chefredakteur der Fachzeitschrift DSD-Der Sicherheitsdienst, Oliver Arning, erkundigte sich beim Bundesinnenminister nach dem Stand des Zertifizierungsverfahrens privater Sicherheitsdienste, wie dies die Innenministerkonferenz auf ihrer Frühjahrstagung in Hamburg beschlossen hatte. Der Bundesinnenminister wollte sich dazu allerdings nicht öffentlich äußern. Anders der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann. Dessen Landespolizeipräsident Andreas Bruns hatte erst im April 2010 eine Sicherheitskooperation mit dem Vorsitzenden der BDWS-Landesgruppe Niedersachsen, Andreas Segler, vereinbart. Mit einer Zertifizierung von privaten Sicherheitsdiensten beschäftigte sich eine Arbeitsgruppe der IMK, sie sei sinnvoll, so der Kommentar von Minister Schünemann am Ende der Pressekonferenz.