Zum Gespräch bei den Grünen im Landtag

22. November 2010 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Matthi Bolte, neuer innenpolitischer Sprecher der Fraktion Die Grünen im Landtag NRW hatte den DPolG Vorstand zu einem Meinungsaustausch zu innenpolitischen Themen eingeladen. Matthi Bolte folgt als innenpolitischer Sprecher Frau Monika Düker nach, die nun auch u.a. Vorsitzende des Innenausschusses ist. Die bewährte Zusammenarbeit mit ihr soll nun mit Matthi Bolte fortgesetzt werden.
An dem Gespräch nahm neben dem Landesvorsitzenden Erich Rettinghaus auch Horst Pirog als stellvertretender Landesvorsitzender teil.

Erörtert wurden alle aktuell anstehenden Themen. Großes Thema war natürlich die Fortführung der Dienstrechtsreform bei der wichtige polizeispezifische Themen geregelt werden müssen.
Auch soll zügig das LPVG neu geregelt werden und sich dem Thema Gewalt gegen Polizeibeamte weiter angenommen werden.

Weitere Themen waren u.a. die Polizeizulage, Zulagen wie DUZ etc., die Verwendung von polizeidienstunfähigen Polizeibeamten und die Videoüberwachung.
Erich Rettinghaus machte deutlich, dass die DPolG als verlässlicher Partner konstruktiv an der Gestaltung der Themen mitarbeiten wird.

Außerdem sprach Erich Rettinghaus das Thema „Realschüler“ an. Die DPolG setzt sich seit Jahren für einen Studiengang öffentliche Verwaltung und Polizei ein. Diesen Studiengang gibt es bereits schon mit großem Erfolg in Rheinland Pfalz. Die Realschüler bewerben sich mit der Fachoberschulreife für den Polizeidienst und erhalten bei Eignung und Befähigung eine Einstellungszusage. Danach folgt der zweijährige Studiengang mit Erlangung der Fachhochschulreife. Erst danach beginnt dann das Bachelorstudium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung.

Wir müssen uns motivierte Bewerber sichern, das ist eine gute Möglichkeit, gerade bei künftig sinkenden Bewerberzahlen mit Abitur. Und wer 2 Jahre die Schulbank drückt, wird motiviert mit dem Bachelorstudium beginnen. Und wer dann, auch im Rahmen von Praktika feststellt, dass Polizei doch nichts für ihn ist, der kann dann auch seinen weiteren Werdegang bei Stadt oder Kommune planen. Auch eröffnet sich so der Studiengang dem Bewerberkreis mit Migrationshintergrund, wo es zurzeit im Vergleich weniger Bewerber mit Abitur direkt für das Bachelorstudium gibt.

Das Gespräch fand in einer angenehmen Atmosphäre statt und die Beteiligten verabredeten weitere regelmäßige Treffen und einen regen Gedankenaustausch zu anstehenden Themen.