Neuer Leiter der Polizeidirektion Ulm

22. November 2010 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Polizei | Drucken

„Als Ihr Vorgänger, der heutige Leiter der Landespolizeidirektion Stuttgart, Christian Nill, 2007 zum Leiter des Projekts Digitalfunk bestellt wurde, haben Sie die Leitung der Polizeidirektion Ulm kommissarisch übernommen. Diese Aufgabe haben Sie so engagiert erfüllt, dass Innenminister Heribert Rech Ihnen nun die Leitung übertragen hat.“ Das sagte Landespolizeipräsident Dr. Wolf Hammann am Montag, 22. November 2010, bei der Amtseinführung des neuen Leiters der Polizeidirektion Ulm, Kriminaldirektor Karl-Heinz Keller.

Karl-Heinz Keller könne auf eine lange Wirkungszeit in Ulm zurückblicken. Seine Kolleginnen und Kollegen bezeichneten ihn als Menschen mit großer Überzeugungskraft und Beharrlichkeit. In Gesprächen und Verhandlungen zeichne er sich durch geschickte Rhetorik aus. Auch seine ehemaligen Studenten an der Hochschule für Polizei seien beeindruckt von seiner Wissensvermittlung. Keller könne daher auf engagierte und vertrauensvolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen und seine erfolgreiche Arbeit bei der Polizeidirektion Ulm auch zukünftig fortsetzen.

Die Polizeidirektion Ulm sei mit fast 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine der größten Polizeidienststellen im Regierungsbezirk Tübingen. Der Zuständigkeitsbereich erstrecke sich auf fast 1.500 Quadratkilometer und umfasse den Stadtkreis Ulm und den Alb-Donau-Kreis. Drei Polizeireviere, 13 Polizeiposten, die Verkehrs- und die Kriminalpolizei gewährleisteten die Sicherheit für die rund 312.000 Einwohner. Neben den üblichen Herausforderungen, die die Polizei auch landesweit beschäftigten, gebe es in Ulm eine Besonderheit: die Kriminalgeografie. Die Städte Ulm, Neu-Ulm und deren Umgebung seien die Nahtstelle zwischen Bayern und Baden-Württemberg und damit ein einheitlicher kriminalgeografischer Raum, in dem Straftäter über Verwaltungsgrenzen hinweg agierten. Dies erfordere eine enge, gut abgestimmte und länderübergreifende polizeiliche Zusammenarbeit. „Im Raum Ulm ist dies seit 1994 gute Tradition. Und als Kripo-Chef haben Sie die Zusammenarbeit weiter entwickelt“, so der Landespolizeipräsident. Seit 2005 arbeiteten bayerische und baden-württembergische Ermittlungseinheiten des Staatsschutzes und der Organisierten Kriminalität unter einem Dach. Der tägliche Informationsaustausch sowie die personelle und logistische Unterstützung trügen wesentlich zu Ermittlungserfolgen bei.

Eine der höchsten Herausforderung für die Polizei sei der islamistische Terrorismus. Zur Zeit sei die Anschlagsgefahr sehr hoch. Für die Sicherheitsbehörden bedeute dies höchste Sensibilität und Professionalität. „Bisher ist es in Baden-Württemberg gelungen, diese Herkulesaufgabe mit hohem Aufwand zu meistern. Und wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, dass das so bleibt“, betonte Hammann.

Zusatzinformationen:

Kriminaldirektor Karl-Heinz Keller, geboren am 30. November 1953 in Sigmaringen, hat den Polizeidienst am 1. September 1970 bei der Bereitschaftspolizei Lahr angetreten. Nach zehn Jahren ist er in den gehobenen Dienst aufgestiegen und wechselte zur Kriminalpolizei. Dort hat er verschiedene Dezernate geleitet. Mitte der 90er Jahre ist er in den höheren Dienst aufgestiegen. Als Dozent für Kriminalistik an der Hochschule für Polizei hat er sein Wissen und seine Erfahrungen weitergegeben. 2004 wurde er Leiter der Kriminalpolizei Ulm.