Digitalfunk BOS startet in der Region Lüneburg

18. November 2010 | Themenbereich: Polizei | Drucken

Anlässlich der Übernahme des Teilnetzabschnittes Lüneburg in den erweiterten Probebetrieb kommunizierten  Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière, Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann und Hamburgs Innensenator Heino Vahldieck via Digitalfunk BOS miteinander. Mit der Konferenzschaltung konnten sich die Innenminister und –senatoren persönlich von den Vorzügen des Digitalfunks BOS wie z.B. der verlässlichen Verfügbarkeit und der guten Sprachqualität überzeugen. Der Digitalfunk BOS ermöglicht – dort, wo er bereits eingesetzt wird – eine deutschlandweite abhörsichere Kommunikation. Durch die sogenannte „Ende-zu-Ende-Verschlüsselung“ wird das Signal im absendenden Gerät verschlüsselt und erst wieder im Empfangsgerät entschlüsselt.

Der Digitalfunk BOS ist in Deutschland bereits heute in zahlreichen Gebieten im Einsatz: ob für Großveranstaltungen oder für tägliche Routineeinsätze. Die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) setzen die neue digitale Funktechnik parallel zur herkömmlichen analogen Technik ein, die später durch den Digitalfunk abgelöst wird. Möglich ist dies, da der Aufbau des BOS-Digitalfunknetzes mit seinen mehr als 4.300 geplanten Funkbasisstationen zeitlich gestaffelt in Form von 45 Netzabschnitten erfolgt. So kann in einigen Regionen der Digitalfunk BOS bereits genutzt werden, während die Funkinfrastruktur an anderer Stelle gerade erst errichtet wird.

De Maizière lobte ausdrücklich die den Digitalfunk bereits intensiv nutzenden Regionen und war sich mit seinen Amtskollegen darüber einig, dass sich die digitale Funktechnik auch kürzlich wieder beim Castor-Transport gut bewährt hat. Das BOS-Digitalfunknetz ist in Berlin, Hamburg und der Region Lüneburg, aber beispielsweise auch in den Städten Bremen, Leipzig, Köln, Stuttgart, München, Frankfurt und Erfurt funktionsfähig.