DHPol-Seminar für Führungskräfte aus den Grenzregionen der Niederlande

18. November 2010 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Polizei | Drucken

Bereits zum zweiten Mal war die Deutsche Hochschule der Polizei (DHPol), Münster, im Jahr 2010 Gastgeber für 13 niederländische Führungskräfte der Grenzregionen Gelderland, Twente und Ijsselland. Ziel dieser Seminare, die mit Mitteln der EUREGIO gefödert werden, ist es, Grundlagen des Deutschen Polizei- und Justizsystems zu vermitteln. Katja Kruse und Ursula Grunwald vom Dezernat „Auslandsbeziehungen“ der DHPol führten in die drei Tage mit dem Staatsaufbau und dem Polizeisystem in der Bundesrepublik Deutschland ein. Verbindungen und Wechselwirkungen zur polizeilichen Praxis stellte Martin Piepmeyer von der regionalen Verbindungstelle der Polizeidirektion Osnabrück her, die bei einem Besuch der Kreispolizeibehörde Coesfeld vertieft wurden. Bei der Staastanwaltschaft Münster erläuterte deren Leiter, Leitender Oberstaatsanwalt Hans-Jochen Wagner, die Strukturen des deutschen Rechtssystems und ging auf Besonderheiten in der nationalen Zusammenarbeit mit der Polizei ein. Oberstaatsanwalt Jürgen Kapplinghaus, als Verbindungsstaatsanwalt beim Büro für Euroregionale Zusammenarbeit (BES) in Maastricht/Niederlande, erörterte die grenznahe und grenzüberschreitende zwischen Deutschland und den Niederlanden aus Sicht der Justiz.

Im Haus der Niederlande in Münsters Innenstadt wurden die Gäste vom Geschäftsführer des Zentrums für Niederlande-Studien, Dr. Loek Geeraedts, im historischen Kaminzimmer, das u.a. Bedeutung vor dem Schluss des Westfälischen Friedens im Jahr 1648 erlangt hat, empfangen.

Da das Seminar in deutscher Sprache abgehalten wurden, konnten die beiden Teilnehmerinnen und ihre 11 Kollegen zugleich ihre spezifischen, deutschen Sprachkenntnisse auffrischen. Kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede, die für die Zusammenarbeit ein wesentlicher Faktor sind, wurden „beim Bier“ vertieft. Da bereits auf das erste dieser Seminare eine sehr gute Resonanz erfolgte, ist eine Fortführung im Jahr 2011 vorgesehen.